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Anna Karenina (1949)
Anna Karenina
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Regie
Julien Duvivier
Drehbuch
Jean Anouilh, Guy Morgan, Julien Duvivier
Produzent
Alexander Korda
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 105 min Land Großbritannien Kinostart 23.12.1949 DVD-Start 07.06.2005 Verleih unbekannt |
Story
Die atemberaubend schöne Anna Karenina und Graf Wronski treffen in einem Zug am Bahnhof von Moskau zufällig aufeinander - und verlieben sich auf den ersten Blick unsterblich ineinander. Doch beide sind nicht ungebunden, Graf Wronski ist so gut wie verlobt und Anna ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Zunächst gelingt es den Verliebten, sich gegen ihre Gefühle zu wehren, Anna reist so schnell wie möglich wieder ab, um Abstand zu gewinnen. Zurück in St. Petersburg fügt sie sich wieder ein in ihre langweilige Ehe mit dem Bürokraten Alexej Karenin, der seiner jungen Frau wenig an Abwechslung und Abenteuer zu bieten hat. Einzig Söhnchen Sergej hält sie in dieser Verbindung - bis sie bei einer Abendeinladung wieder auf den geliebten Grafen trifft. Es trifft die beiden wie ein Blitz, sie können nichts mehr gegen ihre Gefühle tun.
Doch dann kommt es zur Katastrophe, Alexej Karenin erfährt von dem Verhältnis seiner Frau zu dem Grafen und droht ihr, ihr den kleinen Sergej wegzunehmen. Anna ist verzweifelt und versucht alles, ihren Mann versöhnlich zu stimmen. Um ihren Sohn behalten zu können, versucht sie, den Geliebten zu vergessen. Doch die Gefühle sind stärker und Anna Karenina tut einen Schritt, der alles verändern soll...
Schauspieler
Vivien Leigh, Kieron Moore, Ralph Richardson, Sally Ann Howes, Martita Hunt
Filmkritik von Stefanie Rufle
Diese opulente Verfilmung von Leo Tolstois gleichnamigem Roman wird der brillianten Vorlage natürlich nicht wirklich gerecht, doch Julian Duvivier hat einen Film geschaffen, der die Gefühle des Zuschauers berührt. Eine großartige Vivien Leigh spielt die Anna Karenina mit solcher Inbrunst und Überzeugungskraft, dass die Tragödie dieser verzweifelten Frau überdeutlich wird. In diesem Film beweist die Leigh, was in ihr steckt, und dass sie auch nach ihrem großen Erfolg "Vom Winde verweht"durchaus in der Lage ist, ihr Publikum zu überzeugen. Duvivier greift hier ein für die damalige Zeit doch sehr gewagtes Thema auf und natürlich werden die etwas "heiklen" Szenen nur angedeutet. Heutzutage mag einem das doch sehr prüde und altmodisch erscheinen, doch darf man nie vergessen, dass dieser Film schon 1947 in die Kinos kam.
"Anna Karenina" ist eine Tragödie, die in der heutigen Zeit doch sehr bieder und übertrieben wirkt, die Effekte wirken manchmal sogar etwas lächerlich. Doch gute Darsteller und eine wunderschöne, tragische Geschichte machen das wieder wett und vor allem die Schlussszene mit Vivien Leigh, die einen fast zu Tränen rührt, versöhnt wieder mit so manchem.
