Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Ken Park
|
Regie
Larry Clark, Edward Lachman
Drehbuch
Harmony Korine
Produzenten
Kees Kasander, Jean-Louis Piel
Genre Drama FSK 18 Filmlänge 96 min Land Frankreich Kinostart 22.07.2004 DVD-Start 21.02.2005 Verleih Ind. Partners (Neue Visionen) |
Story
In einer kleinen, nach außen hin sehr harmonischen Vorstadt von Los Angeles, brodelt es hinter den Wänden der schönen Einfamilienhäuser ganz gewaltig. Da ist zum Beispiel Claude, der von seinem Vater gedemütigt und sexuell belästigt wird, oder Tate, der die größte Freude daran hat seine Großeltern zu quälen. Außerdem ist da noch Shawn, der der Mutter seiner Freundin jeden Vormittag Besuche abstattet und ihr dabei einige schöne Momente bereitet. Ken Park hat genug von alle dem und beendet sein Leben mit einem Kopfschuss…
Schauspieler
James Ransone, Tiffany Limos, Stephen Jasso, James Bullard, Mike Apaletegui, Adam Chubbuck, Amanda Plummer, Wade Andrew Williams, Maeve Quinlan, Julio Mechoso
Filmkritik von Kathrin Lang
„Ken Park“, ein Film der keine Tabus kennt und völlig gnadenlos alle moralischen Normen unserer Gesellschaft innerhalb von nur 90 Minuten komplett über den Haufen wirft. In einer Zeit, in der Gewalt und unsittliches Verhalten auf der Tagesordnung stehen, ist es mehr als nur gerechtfertigt und auch durchaus notwendig, dass solche Filme gedreht und der Öffentlichkeit gezeigt werden. „Seht her, das ist die Welt in der wir leben.“ Sicherlich nicht ganz einfach zu verdauen, aber durchaus auch nicht so grauenhaft, dass man einen Bogen darum machen sollte. „Ken Park“ hat einen festen Platz in unserem DVD-Regal verdient, so viel steht fest.
Ganz im Stil von Regisseur Larry Clark, der uns bereits mit „Kids“ einen ähnlichen Film abgeliefert hat, wurden die Hauptrollen auch in diesem Fall wieder nur von Laien besetzt. Clark suchte sich seine Schauspieler auf der Straße und schafft es damit umso mehr eine sehr authentische Atmosphäre innerhalb seines Filmes zu erzeugen. Bestimmt haben diese Jugendliche nicht alle solche krassen Erfahrungen gemacht wie sie in „Ken Park“ beschrieben werden, doch sind sie sicherlich ein Stück näher an eben diesem Leben dran, als so mancher Hollywoodschauspieler. Dass die Laien keine allzu guten Schauspieler sind, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Es geht um die Authentizität und darum, dass der Zuschauer glaubt, was er hier sieht – und daran besteht keinerlei Zweifel.
