König der Murmelspieler

King of the Hill

Filmplakat König der Murmelspieler
Regie Steven Soderbergh  Drehbuch Steven Soderbergh  Produzenten Barbara Maltby, Albert Berger, Ron Yerxa 
Genre Drama  FSK Filmlänge 98 min
Land USA, 1993  DVD-Start 14.06.2007  Verleih Universal Pictures

Story

St. Louis, 1933: Der 12jährige Aaron lebt hier mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder. Die Weltwirtschaftskrise hat die Familie gezeichnet. Der Vater findet keine Arbeit, die Mutter ist schwerkrank. Als beschlossen wird, das Aarons jüngerer Bruder zu dessen Onkel ziehen muss, weil keine Geld für seine Ernährung da ist, und dann auch noch seine Mutter schwerkrank ins Hospital eingeliefert wird, muss Aaron ganz schnell erwachsen werden...

Schauspieler

König der Murmelspieler Jesse Bradford, Lisa Eichhorn, Jeroen Krabbé, Karen Allen, Spalding Gray, Adrien Brody, Elizabeth McGovern, Cameron Boyd, Joe Chrest, John McConnell, Amber Benson

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms König der Murmelspieler Bei den Young Artist Awards erhielt "König der Murmelspieler" gleich vier Nominierungen. Neben dem Vorschlag für den Award für den besten Film gingen weitere Nominierungen an die drei jungen Schauspieler Cameron Boyd, Jesse Bradford und Amber Benson. Vollkommen zu Recht. Gerade Jesse Bradford, der den 12jährigen Aaron spielt, macht seine Sache herausragend überzeugend und spiegelt die Angst und Bedrohung der Armut erstaunlich gut wieder. Es ist großartig, wie eindrucksvoll diese jungen Schauspieler aufspielen und wie authentisch sie ihre Leistungen erbringen.
Auch die Geschichte ist gelungen und fesselt bis zum Schluss. Regisseur Steven Soderbergh liefert mit diesem Film einen seiner ersten Projekte ab. Nach „Sex, Lügen und Video“ ist dieses Drama das zweite, ernstzunehmende Projekt des späteren OSCAR-Preisträgers ("Traffic – Die Macht des Kartells"), der hier auch das Drehbuch schrieb. Es gibt aber auch Schattenseiten an „König der Murmelspieler“. Soderbergh macht es nämlich seinen Zuschauern schwer mit seinen Figuren zu fühlen. Die Geschichte ist zwar gut und auch atmosphärisch erzählt und genau deshalb so sehenswert, insgesamt fehlt aber die Liebe zu den Figuren; der Funke springt tragischerweise nicht vollständig auf den Zuschauer über.
Aus „König der Murmelspieler“ ist ein frühes Werk von Steven Soderbergh geworden, das aber die Talente des Filmemachers schon sehr deutlich macht.



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