King George - Ein Königreich für mehr Verstand

The Madness of King George

Filmplakat King George - Ein Königreich für mehr Verstand
Regie Nicholas Hytner  Drehbuch Alan Bennett  Produzenten Stephen Evans, David Parfitt 
Genre Biopic  FSK 12  Filmlänge 107 min
Land Großbritannien  Kinostart 02.11.1995  DVD-Start 06.04.2005  Verleih Concorde Film

Story

England im Jahr 1788: König George III genießt beim Volk nicht zuletzt wegen der Ernennung von William Pitt zum Premierminister und dessen großzügiger Vergabe von Adelstiteln große Beliebtheit. Mit seiner Ehefrau Charlotte führt er eine gute und glückliche Ehe – 15 Kinder und keine Mätresse sprechen eine deutliche Sprache. Nur der Verlust der amerikanischen Kolonien betrübt den König und natürlich sein ältester Sohn George, der Prince of Wales, der sich lediglich mit zunehmender Leibesfülle hervortut. Die Mitglieder des Parlaments sehen hingegen weniger den Sohn als den Vater als Problem. Zunehmend wirres Gerede und unkontrollierte Handlungen wider jede Etikette lassen an Georges Verstand zweifeln. Bald ist es nicht mehr zu leugnen. Der König wird irre. Was den Prince of Wales heimlich freut – für ihn rückt der Thron damit schneller in Reichweite – lässt Pitt und ihre Majestät, die Königin, erzittern. Bald liegt die letzte Hoffnung in den neumodischen Methoden des umstrittenen Arztes Willis.

Schauspieler

King George - Ein Königreich für mehr Verstand Nigel Hawthorne, Helen Mirren, Ian Holm, Rupert Everett, Rupert Graves, John Wood, Amanda Donohoe, Julian Rhind-Tutt, Julian Wadham, Jim Carter, Geoffrey Palmer, Charlotte Curley, Anthony Calf

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms King George - Ein Königreich für mehr Verstand Die Adaption eines Theaterstückes für einen Spielfilm ist ein Wagnis, das nicht immer gelingt. Im Fall von „King George – Ein Königreich für mehr Verstand“ musste man sich jedoch von Beginn an um den Transfer wenig Gedanken machen. Bei dem Projekt versammelten sich vor wie hinter der Kamera fast die vollständige Bühnencrew. Bühnenstück-Autor Alan Bennett schrieb das Drehbuch selbst und auch Theater-Regisseur Nicholas Hytner übernahm seinen Part erneut und feierte damit nebenbei auch gleich sein Spielfilmdebüt. Sei es das kritische Hinterfragen des Wertes von höfischer Etikette und ihren Mechanismen, die Rolle einer königliche Familie in einer Republik oder die Betrachtung eines Monarchen, der auf seine eigene Menschlichkeit zurückgeworfen wird – „King George – Ein Königreich für mehr Verstand“ verbindet die vielfältigen Aspekte seiner Handlung nicht nur mit der historischen Wahrheit, sondern sorgt mit seiner stimmigen Balance zwischen Tragik und Komik auch dafür, dass der Film amüsante und intelligente Unterhaltung ist. Alan Bennett hat seinen Figuren mit spitzer Feder so manche Wahrheit in den Mund gelegt, was erstklassige und auch witzige Dialoge garantiert. Die opulente Ausstattung sorgt dafür, dass der Film auch optisch überzeugt.

Was hinter der Kamera für erstklassige Arbeitsergebnisse sorgte, setzte sich auch davor fort. Nigel Hawthorne, bereits auf der Bühne für zweieinhalb Jahre in der Rolle des King George III erfolgreich, ließ es sich auch in der Kinoversion nicht nehmen den irren Monarchen zu verkörpern. Selten sah man einen Schauspieler, der sich so in seine Rolle fallen ließ. Hawthorne ist der charismatische und authentische Dreh- und Angelpunkt dieses historischen Biopics, das zugleich auch eine satirisch angehauchte Betrachtung der Verhältnisse bei Herr und Frau „König“ ist. Für die Verkörperung von Dekadenz und schnöseliger Arroganz gibt es kaum einen Besseren als Rupert Everett. Die Rolle des Prinzen von Wales passt ihm hervorragend. Gewohnt überzeugend spielt auch Helen Mirren als Königin Charlotte. Ian Holm, Rupert Graves und Amanda Donohoe runden den Cast mit stimmigen Leistungen ab.

„King George – Ein Königreich für mehr Verstand“ – Ein Ausflug in die Geschichte kann so unterhaltsam wie lehrreich sein.

Wissenswertes

King George - Ein Königreich für mehr Verstand Heute geht man davon aus, dass die geistige Verwirrtheit von König George III auf eine erbliche Stoffwechselstörung (Porphyrie) zurückzuführen ist. Zunächst trat die Verwirrtheit nur sporadisch auf, wich jedoch einer permanenten Geisteskrankheit, so dass der Monarch 1811 die Amtsgeschäfte an seinen Sohnes George abgeben musste.

Auszeichnungen

King George - Ein Königreich für mehr Verstand
OSCAR-Nominierungen

Bester Hauptdarsteller (Nigel Hawthorne), Beste Nebendarstellerin (Helen Mirren), Bestes Drehbuch (Adaption)

Gewonnene OSCARs

Beste Ausstattung



Besucherbewertung
4.7 / 5  (3 votes)

Kommentare

Boris-Alexander Rohnberg schreibt am 28.01.09, 13:57
Also, ich kann die DVD oder die VHS nur
empfehlen, dass wird ein lustiger Abend.
Alle Akteure sind auch alle toll bei der
Sache und super drauf. Sir Nigel Hawthorne als King George , seine Ehefrau, Helen Mirren, sein intriganter
Sohn Rupert Everett und die Hofdame der
Königin Elisabeth Pembroke, Amanda Donohoe, also der Film ist spitze.
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