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Black Book
Zwartboek
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Regie
Paul Verhoeven
Drehbuch
Gerard Soeteman, Paul Verhoeven
Produzenten
San Fu Maltha, Jens Meurer, Teun Hilte, Frans van Gestel, Jeroen Beker, Jos van der Linden
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 154 min Land Niederlande, Deutschland Kinostart 10.05.2007 DVD-Start 09.11.2007 Verleih NFP, Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Die Niederlande im Zweiten Weltkrieg. Als Bomben ihr Versteck zerstören, versucht die jüdische Sängerin Rachel Stein in den sicheren Süden zu fliehen. Doch das Schiff gerät an eine deutsche Patrouille und bis auf Rachel werden alle Flüchtlinge umgebracht. Für die Sängerin verändert dieses Erlebnis alles. Sie schließt sich dem niederländischen Widerstand an und beginnt als verdeckte Spionin zu arbeiten. Rachel wird auf den deutschen Offizier des Sicherheitsdienstes Müntze angesetzt. Schon bald sieht sie jedoch in Müntze nicht mehr den Feind, sondern den Mann, den sie liebt. Als ein Befreiungsunternehmen für gefangene Widerstandskämpfer scheitert, sieht sich Rachel plötzlich zwischen allen Fronten und muss erkennen, dass auch vermeidliche Verbündete zu Feinden werden können...
Schauspieler
Carice van Houten, Sebastian Koch, Thom Hoffman, Halina Reijn, Waldemar Kobus, Derek de Lint, Christian Berkel, Dolf De Vries, Peter Blok, Michiel Huisman, Ronald Armbrust, Frank Lammers, Matthias Schoenaerts, Johnny de Mol
Filmkritik von Melanie Frommholz
Gleich in der Einleitung von „Black Book" dem neuen Drama/Thriller von Regisseur Paul Verhoeven erfahren wir „inspiriert von wahren Ereignissen“. Wie aussagekräftig auch immer solch ein Vorspann ist, er adelt nicht automatisch den nachfolgenden Film als historisch korrekt. Auch beim Verlassen des Kinosaales ist man nämlich immer noch auf der Suche. Auf der Suche nach dem Element, was der Geschichte gefehlt hat. Zu wenig nackte Brüste waren es in jedem Fall nicht. Die zeigt Hauptdarstellerin Carice van Houten gern und häufig. Für die Romantiker gibt’s zudem eine Liebesgeschichte, für die Krimifreunde haben wir Mord, Intrigen und Verrat und da das Ganze dann auch noch gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in den Reihen des holländischen Widerstandes spielt, holen wir die Geschichtler auch noch mit ins Boot. An sich ja nichts Verwerfliches, doch auf die Mischung kommt es an und die ist in Fall von „Black Book“ nicht wirklich packend, schon gar nicht im Kinoformat. Man wünscht sich mehr über den Nazi-Widerstand in Holland zu erfahren, mehr mit Fakten unterlegte Geschichte und bekommt stattdessen eine überlange Version von „Schlechte Menschen sind auch zu Kriegszeiten nur auf ihren Vorteil bedacht und gehen dafür über Leichen“. Leider kann auch das Schauspielerensemble diese Storyschwächen nicht gänzlich wettmachen. Carice van Houten hat (zumindest für die große Leinwand) zu wenig Ausstrahlung und Ausdruck und Sebastian Kochs Rolle gab wohl einfach nicht mehr her.

