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Angel - Ein Leben wie im Traum
Angel
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Regie
François Ozon
Drehbuch
Martin Crimp, François Ozon
Produzenten
Olivier Delbosc, Marc Missonnier
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 119 min Land Frankreich, Großbritannien Kinostart 09.08.2007 DVD-Start 30.01.2008 Verleih Concorde Film |
Story
Die junge Angel Deverell hat nur einen großen Traum: Dem tristen Alltag und der engen Wohnung über dem Lebensmittelladen der Mutter entfliehen und als Schriftstellerin die Welt für sich erobern. Im England des beginnenden 20. Jahrhunderts nicht unmöglich, doch auch wenig wahrscheinlich. Angel lässt sich jedoch nicht beirren und mit Mut und dem Glauben an ihre Fähigkeiten als Schriftstellerin gelingt ihr der Aufstieg zum gefeierten Star der Literaturszene Englands. Sie lebt ihren Traum von Wohlstand, Glück und perfekter Liebe bis der Ausbruch des ersten Weltkrieges die rosaroten Wolken platzen lässt.
Schauspieler
Romola Garai, Sam Neill, Charlotte Rampling, Lucy Russell, Michael Fassbender, Jacqueline Tong
Filmkritik von Melanie Frommholz
Angel – eine Autorin von Liebes-Kitsch-Romanen, die ein Leben wie in einem ihrer Bücher führt. Armselige Kindheit und dramatisches Ableben inklusive. Denkt man zu Beginn noch an eine überspitze Inszenierung, muss man als Zuschauer bald erkennen, dass dem nicht so ist. Schlechte Bluescreen-Einstellungen von Kutschfahrten und Dialoge, die vor Gefühl nur so überfließen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung und lassen eigentlich wenig Spielraum für eine andere Deutung als die, dass Regisseur François Ozon hier tatsächlich einen überlangen Kitschroman verfilmt hat. Mit allem was dazugehört. Und das ist jetzt positiv gemeint, denn die Ausstattung dieses Streifens kann sich wahrlich sehen lassen. Opulente und detailverliebte Kulissen und atemberaubende Roben lassen hier keine Wünsche offen. Ein farbenprächtiges Feuerwerk in dem Hauptdarstellerin Romola Garai als Hauptfigur Angel überzeugt. Doch diese Figur ist einem alles andere als sympathisch. Mit einer selbstverliebten und bis in die Haarspitzen egoistischen Göre ohne Manieren, kann man einfach kein Mitgefühl entwickeln. Schon gar nicht, wenn sie sich auch die Verluste scheinbar geliebter Menschen noch so zurechtlügt, dass ihr Selbstbildnis in der Öffentlichkeit gefördert werden soll. Leider gelingt es den Machern nicht, das gegen Ende rasante Abgleiten von Angel in ihre Traumwelt von dem Kitsch-Roman-Thema zu trennen. Es bleibt ein Eindruck des „zu viel von allem“. Selbst Fans von „Sissi“ und „Fackeln im Sturm“ werden es hier schwer haben.

