Löwen aus zweiter Hand

Secondhand Lions

Filmplakat Löwen aus zweiter Hand
Regie Tim McCanlies  Drehbuch Tim McCanlies  Produzenten David Kirschner, Scott Ross, Corey Sienega 
Genre Drama  FSK Filmlänge 105 min
Land USA, 2003  DVD-Start 07.05.2004  Verleih Warner Bros. Pictures Germany

Story

Als seine Mutter Walter bei zwei entfernten Onkeln in Texas für den Sommer „zwischenlagert“ ist der Junge alles andere als begeistert. Die beiden älteren Herren sind nämlich nicht gerade zugänglich und geben Walter zu verstehen, dass sie von dem Babysitter-Job wenig angetan sind. Über das schrullige Brüderpaar kursieren überdies die wildesten Gerüchte. Bankräuber sollen sie gewesen sein und Killer für die Mafia. Nur in einem Punkt sind sich alle einig: Garth und Hub sind mächtig reich. Und so hat auch Walters Mutter Mae einen Ferienauftrag für ihren Sohn: Finde das Geld! Doch was Walter tatsächlich findet ist viel wertvoller…

Schauspieler

Löwen aus zweiter Hand Michael Caine, Robert Duvall, Haley Joel Osment, Kyra Sedgwick, Emmanuelle Vaugier, Nicky Katt, Jennifer Stone, Bo Brinkman, Rick Dial, Elizabeth Gast, Kevin Haberer, Christian Kane, Deirdre O'Connell, Michael O'Neill, Nick Price

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Löwen aus zweiter Hand Eigentlich ist Tim McCanlies ja Drehbuchautor. Aus seiner Feder stammt unter anderem das erfolgreiche Konzept für die TV-Serie „Smallville“, die von den Abenteuern des jungen Superman berichtet. 1998 machte der Autor mit der Komödie „Dancer, Texas“ dann seinen ersten Ausflug ins Regiefach. 2003 folgte die Tragikomödie „Löwen aus zweiter Hand“. McCanlies ist mit seinem zweiten Spielfilm eine liebevoll erzählte und routiniert inszenierte Geschichte gelungen, die bezaubernde Familienunterhaltung wurde. Das liegt zwar nicht unbedingt an der märchenhaften Geschichte, die gut aber doch vorhersehbar geraten ist, sondern besonders an der Figurenzeichnung, die dem Autor trefflich gelungen ist und für die er mit Michael Caine und Robert Duvall zwei großartige Charakterdarsteller für sein Projekt begeistern konnte. Wer könnte die beiden verschrobenen Brüder und Onkel von Filmfigur Walter besser verkörpern als diese zwei? Es will einem keiner einfallen, so authentisch verschroben geben die beiden Mimen ihre Parts. Kinderstar Haley Joel Osment hängt dagegen immer noch in der „The Sixth Sense“-Falle und man sieht immer noch den altklugen Jungen durchscheinen, der die Toten sehen kann. Gegen Schauspielgrößen wie Caine und Duvall kann er da im Vergleich nur verlieren, auch wenn er als Walter keine schlechte Leistung abliefert.

Mit seiner zweiten Regiearbeit gelingt Tim McCanlies auch dank der Besetzung mit zwei Altmeistern ihrs Fachs ein unterhaltsamer, amüsanter und atmosphärischer Familienfilm, der seine Vorhersehbarkeit mit viel Sympathie wett macht.



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