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Die Nacht singt ihre Lieder
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Regie
Romuald Karmakar
Drehbuch
Romuald Karmakar, Martin Rosefeldt
Produzent
Romuald Karmakar
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 95 min Land Deutschland Kinostart 19.02.2004 DVD-Start 27.06.2005 Verleih Prokino |
Story
Ein junges Paar scheint kurz vor dem Ende ihrer Beziehung zu stehen. Er ist ein erfolgloser Schriftsteller, der sich nicht nach draußen in die große weite Welt traut und zu Hause den ganzen Tag nichts weiter macht als zu lesen und Texte zu schreiben, die ohnehin niemand drucken will. Sie ist gerade im Mutterschutz und scheint langsam aber sicher an ihrer Beziehung zu zerbrechen. Ihre Freunde wollen nichts mehr von ihr wissen und ihr Mann bekommt sein Leben überhaupt nicht mehr in den Griff. Als sie eines Abends ausgeht und sehr spät mit einem anderen Mann nach Hause kommt, droht die Gesamtsituation zu eskalieren.
Schauspieler
Frank Giering, Anne Ratte-Polle, Manfred Zapatka, Marthe Keller, Sebastian Schipper, Captain Comatose
Filmkritik von Kathrin Lang
„Die Nacht singt ihre Lieder“ wurde ursprünglich für die Bühne inszeniert, was man der Verfilmung auch deutlich anmerkt. Rein filmische Techniken wurden an manchen Stellen zwar sehr schön, im Großen und Ganzen gesehen jedoch viel zu selten eingesetzt. Zu wenige Drehorte, kaum musikalische Untermalung und nur minimale Kamerabewegung hinterlassen den Eindruck, dass „Die Nacht singt ihre Lieder“ besser im Theater aufgehoben wäre. Auch die Schauspieler scheinen wohl dieses Gefühl gehabt zu haben, erinnert ihre Darstellung doch auch eher an die, wie man sie normalerweise im Theater erlebt.
Die Geschichte an sich, macht den Zuschauer nach einiger Zeit schier Wahnsinnig, was von den Machern jedoch zweifellos so gewollt war. Die verschiedenen Charaktere treiben sich gegenseitig in die Irre, zeigen dabei jedoch keinerlei Emotionen. Dies wird dem Publikum vorbehalten, das sich an Stelle der agierenden Personen immer mehr über deren Verhalten aufregt und so manches Mal am liebsten laut los schreien würde. Wenn schon die eigentlich betroffenen Personen dazu nicht in der Lage sind, dann doch wenigstens die neutralen Betrachter. Mag komisch klingen, ist im Fall von „Die Nacht sing ihre Lieder“ jedoch genau so. Im Prinzip ist somit ein Geniestreich gelungen, den man jedoch erstens als solchen erkennen und zweiten ihn als solchen akzeptieren und mögen muss.
Dies alles macht aus „Die Nacht sing ihre Lieder“ einen sehr außergewöhnlichen Film, der jedoch auf der Leinwand nur wenig zu suchen hat. Diese Geschichte gehört ins Theater, denn nur dort kann sie letztendlich ihre volle Wirkung entfalten.
