Der Mörder ist unter uns (TV)

Filmplakat Der Mörder ist unter uns (TV)
Regie Markus Imboden  Drehbuch Holger Karsten Schmidt  Produzent Claudia Schröder 
Genre Krimi  FSK 12  Filmlänge 90 min
Land Deutschland, 2003  DVD-Start 25.02.2011  Verleih ZDF

Story

Seit neun Jahren sitzt Hans-Werner Gehring wegen eines Sexualmordes nun schon in Haft, als die Kieler Staatsanwältin Julia Stein den Fall nach seinem Selbstmordversuch wieder neu aufrollt. Ihr ist klar geworden, dass ein vier Jahre später verübter Mord in der Gegend dieselbe Handschrift trägt – zu einer Zeit, als Gehring bereits inhaftiert war. Stein kontaktiert den Kriminalpsychologen Martin Bach, der wenig begeistert vom Anliegen der Staatsanwältin ist. Es bleibt ihm allerdings nichts anderes übrig, als mit Frau Stein im kleinen Dorf Helmstal zu ermitteln, in dem der erste Mord verübt wurde. Die Bewohner von Helmstal reagieren gereizt und ablehnend, ist man sich dort doch einig, dass Gehring der wahre Täter ist. Auch der seinerzeit ermittelnde Kriminalhauptkommissar Jürgen Lorenz, den Stein und Bach aufsuchen, ist sich sicher, damals korrekt ermittelt zu haben.
Doch schnell zeigt sich, dass in der Jahre zurückliegenden Mordnacht nicht nur Gehring ein Auge auf die junge blonde Kellnerin geworfen hatte. Mit ihm zusammen befanden sich mindestens noch sechs andere Männer in der Dorfkneipe. Mithilfe von Bachs Täterprofil verringert sich der Kreis der Verdächtigen zusehends – und es wird eng für den wahren Täter…

Schauspieler

Der Mörder ist unter uns (TV) Christoph Waltz, Susanne Schäfer, Hermann Lause, Thomas Schmauser, Frank Giering, Thomas Schendel, Miriam Morgenstern, Tina Engel, Theresa Hübchen, Günter Schubert, Karl Kranzkowski, Michael Bideller, Max Herbrechter, Wilfried Dziallas, Brigitte Böttrich

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 5 von 5 Ms Der Mörder ist unter uns (TV) „Der Mörder ist unter uns“ ist ein TV-Krimi, der sich aufs Angenehmste von der breiten Masse der Krimiunterhaltung im Fernsehen unterscheidet. Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt und Regisseur Markus Imboden ist ein raffinierter Krimi gelungen, der auf vorhersehbare Action-Szenen und jede Menge Blut verzichtet und sogar die mittlerweile so gebräuchliche Bezeichnung „Profiler“ für einen Kriminalpsychologen vermeidet. Schwerpunkt dieses Provinz-Kammerspiels sind vielmehr ausgefeilte Ermittlungsmethoden und psychologische Finessen. Christoph Waltz ist ein durch und durch sympathischer Psychologe ohne Profilierungssucht, der die Theorie hat, dass es vergeudete Zeit sei, mit Verdächtigen zu sprechen, da die einem sowieso ins Gesicht lügen würden. Einmal mehr beweist Waltz, welch exzellenter Darsteller er ist, der seine eigene Person komplett der Rolle unterzuordnen weiß. Zusammen mit Susanne Schäfer als sensibler, aber bestimmter Staatsanwältin und Hermann Lause als verkniffenem und humorlosem Kriminalkommissar ergibt sich ein sehenswertes Dreiergespann, das bis zum Schluss restlos überzeugt.

Selbst die Tatsache, dass dem Zuschauer relativ schnell klar sein dürfte, wer der wahre Täter ist, kann der Spannung keinen Abbruch tun. Hier geht es um die menschlichen Abgründe, die Zwischentöne, die dem Gesagten eine völlig andere Bedeutung verleihen. Vor allem die feindselige und manchmal gar bedrohliche Stimmung im Dorf ist förmlich mit Händen greifbar.
Ein großartiges Drehbuch wurde hier überzeugend und schlüssig in Szene gesetzt – und das mit einem unglaublich guten Schauspielerensemble.

Wissenswertes

Der Mörder ist unter uns (TV) Christoph Waltz wurde für diese Rolle für die Goldene Kamera 2004 als bester deutscher Schauspieler nominiert.
Hermann Lause und Frank Giering wurden für den Deutschen Fernsehpreis 2004 nominiert.



Besucherbewertung
5.0 / 5  (2 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.