The Assault

L'Assault

Filmplakat The Assault
Regie Julien Leclercq  Drehbuch Julien Leclercq, Simon Moutairou  Produzenten Julien Leclercq, Julien Madon 
Genre Action-Thriller  FSK 16  Filmlänge 88 min
Land Frankreich, 2011  DVD-Start 04.11.2011  Blu-ray-Start 04.11.2011  Verleih Atlas Film

Story

Der Flughafen von Algier am Heiligen Abend 1994. Vier schwer bewaffnete Extremisten bringen ein Flugzeug der Air France in ihre Gewalt. An Bord befinden sich über 170 Menschen. Die Entführer erzwingen den Start der Maschine, in dem sie kurz nach der Erstürmung des Flugzeuges bereits die erste Geisel erschießen. Doch das Kerosin reicht nur bis Marseille und nicht bis Paris, das eigentliche Ziel der Terroristen. Die französische Regierung versucht zunächst hinter den Kulissen, Einfluss auf die vermeintlichen Hintermänner der Entführung zu nehmen. Als klar ist, dass dies nichts bringt, bringen sie die Spezialeinheit GIGN in Stellung. Die Männer sind besonders geschult, doch auch für sie ist die Erstürmung eines vollbesetzen Flugzeuges kein Alltag. Unter den Augen der Öffentlichkeit bereiten sich die Männer auf das Schlimmste vor.

Schauspieler

The Assault Vincent Elbaz, Grégori Derangère, Mélanie Bernier, Philippe Bas, Aymen Saïdi, Marie Guillard, Antoine Basler, Fatima Adoum, Hugo Becker, Hugues Martel, Hervé Dubourjal

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms The Assault Die Bilder sind beinahe schwarz-weiß, die Handkamera ist den Protagonisten immer dicht auf den Fersen – Optik wie Inszenierung rufen bei „The Assault“ laut „authentisch“ und tatsächlich liefert Regisseur und Drehbuchautor Julien Leclercq einen realitätsnahen Thriller ab, dem eine wahre Flugzeugentführung aus dem Jahr 1994 zugrunde liegt. Leclercq verbindet den Blickwinkel der Männer der Spezialeinheit mit Einblicken in die politischen Bemühungen hinter den Kulissen und echten Fernsehbildern von damals. Zusammengenommen entsteht so ein dramaturgisch stimmiger und spannender Thriller der dankenswerter Weise auf übertriebenes Pathos und schmalzige Ansprachen von Mut und Heldentum verzichtet. So weit so unterhaltsam. Wäre „The Assault“ ein normaler Thriller ohne Gesamtkontext zu den brisanten Themen religiöser Fundamentalismus und den späteren Ereignisse wie dem 11.09.2001 könnte man das Fazit an dieser Stelle beenden. Wenn es darum geht die Täter-Facetten und Hintergründe der Flugzeugentführung von 1994 zu beleuchten und aufzuarbeiten enttäuscht das Drehbuch, das Julien Leclercq zusammen mit Simon Moutairou schrieb, allerdings. Ihre Seite bleibt eindimensional und in den gängigen Klischees verhaftet. Die Attentäter bekommen keine persönliche Geschichte, bleiben so stereotype Krieger die wenig mehr zu sagen haben als „Gott ist groß“. Auch die emotionale Situation der Entführungsopfer im Flugzeug rückt, obwohl gut in Szene gesetzt, bei Leclercq zunehmen in den Hintergrund, um Kulisse für den Auftritt des Sondereinsatzkommandos zu sein. Was ist Deutschland die SEKs sind, sind in Frankreich die GIGN – es sind Sondereinsatzkommandos, die immer dann zum Zug kommen, wenn es besonders knifflig wird. Männer, die bei jedem der Einsätze damit rechnen ihr Leben zu verlieren. Über die dreitägige Flugzeugentführung 1994 hätte es aber sicherlich noch mehr zu sagen gegeben, als dass das Sonderkommando einen sehr guten und professionellen Job gemacht hat und zu beleuchten unter welcher Anspannung diese Männer ständig stehen.

Wissenswertes

The Assault Das Drehbuch basiert auf den wahren Ereignissen von 1994. Die Flugzeugentführung dauerte drei Tage und spielte sich vor laufenden Kameras ab.



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