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Ironweed
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Regie
Hector Babenco
Drehbuch
William Kennedy
Produzenten
Keith Barish, Marcia Nasatir
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 142 min Land USA Kinostart 08.12.1988 Verleih e-m-s |
Story
Francis Phelan und Helen Archer sind Freunde in der Not. Beide obdachlos und alkoholabhängig, kommen sie im Winter 1938 in ihre Heimatstadt zurück. Francis war einst ein großer Baseball-Star und glücklicher Familienvater. Bis eines Tages das Schicksal zuschlug und Francis' kleiner Sohn durch seine Schuld umkam. Das war vor 22 Jahren und warf Phelan völlig aus der Bahn. Seither fristet er sein Dasein als Trinker und Obdachloser und lernte in diesem Niemandsland eines Tages Helen kennen. Sie war einstmals Radiosängerin, bis auch sie aus dem Tritt kam. Beide sind umgeben von Tod, Helen ist krank, ein enger Freund hat Krebs und Francis fühlt sich magisch angezogen von Friedhöfen. Regelmäßig besucht er das Grab seines kleinen Sohnes und kämpft mit den Dämonen aus der Vergangenheit. Er fühlt sich verfolgt von den Geistern zweier Männer, die er einst tötete, und als seine einzigen Freunde sterben, kehrt er für kurze Zeit zu seiner Familie zurück. Doch wird der rastlose Francis Phelan ein sesshaftes Leben führen können?
Schauspieler
Jack Nicholson, Meryl Streep, Tom Waits, Michael O'Keefe, Carroll Baker
Filmkritik von Stefanie Rufle
Mit einer wahrhaften Traumbesetzung inszenierte Regisseur Hector Babenco diese einfühlsame und zutiefst bewegende Charakterstudie. Die Rolle des Francis Phelan ist im wahrsten Sinne des Wortes auf Jack Nicholson zugeschnitten - er und Meryl Streep geben ein tragisches Paar par excellence ab. Für die beiden Hauptdarsteller gab es denn auch für ihre großartige Leistung jeweils eine OSCAR Nominierung, für Nicholson noch zusätzlich eine Golden Globe Nominierung. Das Elend und die Tragödie dieser beiden Obdachlosen ist förmlich mit Händen zu greifen, das Leben der Ausgestoßenen unserer Gesellschaft wird derart realistisch dargestellt, dass es manchmal kaum mehr auszuhalten ist. Und doch zeigt Babenco, dass auch in der schlimmsten Trostlosigkeit Menschlichkeit existieren kann, dass es auch dort Hoffnung für Freundschaft und Liebe geben kann. Ohne je kitschig zu werden lässt dieser Film eine Welt erstehen, von der die wenigsten auch nur ahnen, dass es sie gibt. Diese Parallelwelt wirkt sehr oft deprimierend, düster und kalt - und lässt doch so etwas wie Glück und Harmonie durchschimmern.
