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Vier Minuten
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Regie
Chris Kraus
Drehbuch
Chris Kraus
Produzenten
Alexandra Kordes, Meike Kordes
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 111 min Land Deutschland Kinostart 01.02.2007 DVD-Start 26.10.2007 Verleih Piffl |
Story
Traude Krüger unterrichtet bereits ihr ganzes Leben im Gefängnis und gibt talentierten Gefangenen Klavierstunden. Eines Tages trifft die 80jährige die junge, unberechenbare Jenny, die zwar kein Benehmen hat, aber echtes Talent am Klavier besitzt. Und schließlich finden diese zwei gänzlich unterschiedlichen Frauen eine gemeinsame Basis: Die Musik...
Schauspieler
Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Richy Müller, Sven Pippig, Jasmin Tabatabai, Stefan Kurt, Vadim Glowna, Nadja Uhl, Peter Davor, Edita Malovcic, Kathrin Kestler
Filmkritik von Thomas Ays
Nach „Vier Minuten“ steht ein Wort im Mittelpunkt der „Gespräche danach“: „Unglaublich!“
„Unglaublich!“, dass „Vier Minuten“ erst dann noch einmal im Kino richtig durchstarten darf, wenn er den deutschen Filmpreis bekommt. „Unglaublich!“, dass ein Film solcher Intensität nicht mehr promotet und bundesweit (+ international) gepuscht wird. „Unglaublich!“, und jetzt kommt’s, was diese zwei Frauen hier geleistet haben.
Hannah Herzsprung spielt ihre Rolle schlicht und einfach phantastisch. Ihre Leidenschaft, ihre Liebe, ihr Schmerz, ihre Sehnsüchte, ihre Pein und ihre Verzweiflung spielt diese junge Schauspielerin so unglaublich (da haben wir’s wieder) echt, dass es einem glatt aus den Socken haut.
Madame Nummer 2, Monica Bleibtreu, brilliert als alte Frau mit bewegter Vergangenheit. Unglaublich (!), wie intensiv sie spielt und wie echt sie auf der Leinwand rüberkommt.
Natürlich sind auch die „Nebendarsteller“ wunderbar und verleihen diesem Streifen noch eine extra Note. Die Kamera tut oft großartige Dinge und die Geschichte? Die Geschichte ist wundervoll. Melancholisch. Hart. Realitätsnah. Kraftvoll. Echt.
„Vier Minuten“ ist ein Drama aus Deutschland, auf das wir furchtbar stolz sein dürfen. Vor Regisseur und Drehbuchautor Chris Kraus lässt sich hier nur der Hut ziehen. Wer es schafft, eine so komplexe Geschichte derart detailverliebt und kunstvoll zu erzählen, darf sich von nun an „Meister seines Fachs“ nennen.
Abschließend lässt sich „Vier Minuten“ nur noch viel Glück auf dem weiteren Weg wünschen. Auf dass er noch viele andere Menschen in den Kinos glücklich machen und begeistern darf.
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Kommentare
werner schreibt am 29.10.07, 15:57
Unglaublich! -ist er nicht, aber sehr sehr gut.
Diese Hauptdarstellerinnen hauen einen wirklich glatt um. Pure Intensität pulsiert hier, ganz zurecht gelobt, im deutschen Kino.
Ganz zurecht auch Tom´s Unglaublich! zur Nicht-Vermarktung dieses Films.
Zwei Härchen in der Suppe möchte ich dennoch herausfischen und das nicht etwa, weil ich ein neidischer Österreicher bin:
1.Die Regie hätte da und dort eine Spur mehr Subtilität( nicht bei den Protagonistinnen) vertragen.
2.Ebenso die Austattung. Zu überrealistisch, manchmal etwas zuviel gewollt.
Weniger ist oft mehr, trotzdem
exzellentes deutsches Emotionkino!
Werner
