Die Fremde in dir

The Brave One

Filmplakat Die Fremde in dir
Regie Neil Jordan  Drehbuch Cynthia Mort  Produzent Joel Silver 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 122 min
Land USA  Kinostart 27.09.2007  DVD-Start 01.02.2008  Blu-ray-Start 31.01.2008  Verleih Warner Bros. Pictures Germany

Story

Die New Yorker Radio-Reporterin Erica Bain steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Freund David. In ihm scheint sie das große Glück gefunden zu haben. Doch die Stadt, die sie so liebt, nimmt ihr dieses Glück wieder. Während das Paar mit ihrem Hund spazieren geht, wird es überfallen. Nur Erica überlebt schwer verletzt. Die äußerlichen Wunden heilen, doch innerlich ist die Erica Bain von früher mit ihrem Freund gestorben. Die neue Erica kauft sich eine Waffe, um sich in Sicherheit zu wiegen.
Nur Tage später erschießt Erica in Notwehr einen Mann im Supermarkt, später zwei in der U-Bahn. Die Presse spricht von einem „düsteren Racheengel“. Bald muss sie sich entscheiden: Befindet sie sich mit ihrem Rachefeldzug auf dem richtigen Weg oder ist sie längst selbst zu dem geworden, was sie eigentlich bekämpfen wollte?

Schauspieler

Die Fremde in dir Jodie Foster, Naveen Andrews, Terrence Howard, Mary Steenburgen, Jane Adams, Nicky Katt, Zoe Kravitz, Ivo Velon, Larry Fessenden, Dana Eskelson, Michael J. Burg

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms Die Fremde in dir Im Grunde geht Regisseur Neil Jordan hier einen einfachen Weg. Jodie Foster erledigt ihren Job im Alleingang, ohne auch nur auf ihre Kollegen zu achten – die im Grunde keine schlechtere Arbeit abliefern. Leider kommt hier nur keine(r) gegen die zweifache OSCAR-Gewinnerin an. Ihr Leistung ist von Perfektion gekrönt, von einem wahrhaft emotionalen Spiel, vor dem man nur auf die Knie sinken kann, um diese Leistung damit zu huldigen. Jodie Foster macht hier wieder einen einfach nur sensationellen Job.
Die Figur, die sie spielt, ist natürlich wieder ganz die Ihre. Gepeinigt. Geprügelt. Seelisch vergewaltigt. Solche Charaktere kann so nur Jodie Foster spielen.
Neben dieser atemberaubenden Hauptdarstellerin agiert ein großartiger Terrence Howard, der hier, nach „Hustle & Flow“, erneut zeigen darf, was er kann – und er kann einiges.

An „Die Fremde in Dir“ ist, vorsichtig ausgedrückt, handwerklich nichts auszusetzen. Die Musik geht mit der Regie und der Kamera Hand in Hand und verursacht nicht nur einmal durch einen perfekt geratenen Schnitt Gänsehaut beim Zuschauer.
Das Zusammenspiel all dieser Punkte (Regie, Hauptdarsteller, Musik, Kamera & Schnitt) hätten aus „Die Fremde in Dir“ einen wahrhaft perfekten Film machen können. Allerdings macht die Handlung dieser handwerklichen Perfektion einen Strich durch die Rechnung. Die Botschaft des Films ist einfach nicht die Richtige. Es ist nun mal nicht okay, andere abzuknallen, ganz gleich, aus welchen Gründen. Selbstjustiz ist und bleibt nun mal Selbstjustiz. Zwar ist die Figur, und warum sie diese Dinge tut, glaubhafter als in anderen Filmen, insgesamt gesehen bleibt aber einfach kein gutes Gefühl zurück, wenn man an den Handlungsverlauf denkt.

Hier werden beide Parteien bestens bedient: Jene, die Jodie Foster und ihre Filme lieben und jene, die gern nach dem Film über das eben gesehene diskutieren. Ein Film mit Botschaft und Handlung, über die man bestimmt streiten kann. Wirklich starker Stoff. Stark, weil die Geschichte einen im Nachhinein nicht mehr loslässt und stark, weil sie unglaublich dicht erzählt ist.

“Die Fremde in Dir“: Handwerklich perfekt, spannend, packend, inhaltlich jedoch nicht durchweg überzeugend.

Auszeichnungen

Die Fremde in dir
Golden Globe-Nominierungen

Beste Schauspielerin - Drama (Jodie Foster)



Besucherbewertung
3.6 / 5  (10 votes)

Kommentare

che schreibt am 28.09.07, 11:46
Ich habe den gestern Abend mit meinem Dad im Kino gesehen und war geschockt. Dieser Film war sehr Warheitsgetreu und doch erschütternt.
Aber ein muss für jedejn Jodie Foster-fan!!!
tigerli schreibt am 05.10.07, 13:28
Habe den Film mit Freunden gesehen. Ein sehr emotionaler schockierender Film. Und eine Überragende Leistung von Jodie Foster. Man weiß ja, dass sie super spielen kann. Aber das war mehr.

Im Kino war es am Schluss total ruhig und es knisterte.
Unbedingt ansehen!!!!!!
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