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Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
The Assassination Of Jesse James
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Regie
Andrew Dominik
Drehbuch
Ron Hansen, Andrew Dominik
Produzenten
Ridley Scott, Jules Daly, Brad Pitt, Dede Gardner
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 156 min Land USA Kinostart 25.10.2007 DVD-Start 29.02.2008 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Robert Ford schwärmt schon von Kindesbeinen an von dem Banditen Jesse James, der immer wieder mit brutalen Zug- und Banküberfällen auf sich aufmerksam macht. Als Robert fast 20 Jahre alt ist, glaubt er alt genug zu sein, um sich der berüchtigten James-Gang anzuschließen. Also macht der sich, mit all seinem Wissen über die Bande, auf die Suche nach ihnen. Kaum angekommen, muss er jedoch erst einmal eine herbe Enttäuschung hinnehmen: Man will ihn nicht in der James-Gang haben. Robert Ford gibt jedoch nicht auf und freundet sich schnell mit seinem Idol, dem legendären Jesse James, an. Letztendlich darf er ihn sogar für einige Tage begleiten und wirkt dabei bei einem der großen Zugüberfälle mit. Schon bald wendet sich Jesse James jedoch wieder von ihm ab und Robert Ford spürt eine immer größere Enttäuschung in sich aufkommen, hatte er sich seinen Helden doch vollkommen anders und vor allem viel aufrichtiger vorgestellt…
Schauspieler
Brad Pitt, Casey Affleck, Sam Shepard, Jeremy Renner, Zooey Deschanel, Sam Rockwell, Paul Schneider, Garret Dillahunt, Mary-Louise Parker, Joel McNichol, James Defelice
Filmkritik von Kathrin Lang
Vorneweg sei erwähnt, dass „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ keinesfalls ein actionreicher Banditenfilm ist, wie man es sich vielleicht zu Beginn noch vorstellen mag. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine klare Charakterstudie des ehemaligen amerikanischen Antihelden Jesse James und seinem Mörder, dem Feigling Robert Ford. Wer war Jesse James? Wer war sein Mörder? Welche Beziehung hatten die beiden zueinander und welche Umstände führten zu dem tödlichen Schuss? Das sind die zentralen Fragen, mit denen sich „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ beschäftigt. Die eigentlichen Raubzüge der bekannten James-Gang, rücken - zu Gunsten dieser tiefgründigeren Geschichte - in den Hintergrund. Den Stoff zu diesem Film, lieferte Ron Hansen, der die Geschichte über den berüchtigten Gesetzlosen und seinem Attentäter, in einem Roman veröffentlichte. Laut Regisseur Andrew Dominik sei dieses Buch zwar gut recherchiert, doch alle Fragen könne auch Hansen nicht endgültig beantworten. Es ist also, wie es ist: Auch „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ kann kein exaktes Bild über die Ereignisse, die sich im Jahre 1881 zugetragen haben, abliefern. Dafür wirkt diese Version der Geschichte jedoch überaus glaubhaft und authentisch. Dies ist nicht zuletzt auch deshalb der Fall, weil mit Brad Pitt und Casey Affleck zwei Hauptdarsteller für diesen Film gewonnen werden konnten, die ihr Handwerk sichtlich beherrschen. Sie mimen ihre Rollen mit einer Intensität, bei der man nur staunen kann. Brad Pitt ist Jesse James und Casey Affleck ist der Feigling Robert Ford – daran besteht nicht eine Sekunde Zweifel. Ebenso überzeugend wie die Darsteller, sind auch die fantastischen Kameraaufnahmen. Nahezu jede Szene hat ein wahres Highlight für das Zuschauerauge zu bieten. Wirklich schön, was hier eingefangen wurde. Schade nur, dass die Spielzeit dieses Filmes viel zu lange ist, für das was er letztendlich zu erzählen hat. Immer wieder zieht sich „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ scheinbar ins Unendliche und ruft damit leider mehr als nur ein Mal einen Seufzer bei seinem Zuschauer hervor. „In der Kürze liegt die Würze“, das wäre wohlwahr ein guter Leitsatz für die dafür Verantwortlichen gewesen.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Casey Affleck)
OSCAR-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Casey Affleck), Beste Kamera
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Kommentare
werner schreibt am 30.10.07, 14:19
Zu lange, ja zu lange ist er wirklich etwas, der Jesse James. Regisseur Andrew Dominik hat sich so sehr auf die
psychologische Seite von James und Ford gestürzt, dass ihm zwar die optische Seite sehr dicht gelang, die dramaturgische jedoch weniger.
Meine persönlichen Oscarfavoriten sind der gänsehauterregende Casey Affleck und einer meiner Liebligskameramänner Roger Deakins
Tobias schreibt am 21.12.09, 10:15
Das ich den Film geschuat hab ist schon was her jedoch hab ich ihn noch gut in Erinnerung....sicher er war lang aber gerade das brauch dieser Film viel Zeit ........Die Atmosphäre war einfach genau richtig , schöne aufnahmen sehr gute Schauspieler ........die Story war meiner Meinung nach Fesselnd und das ende sucht bis heute noch seines gleichen ....*Gänsehaut*
Dennis schreibt am 13.07.08, 16:28
Ich fand den Film wirklich toll! Am Ende des Films bleibt ein nachdenklich stimmender, nachhaltiger Eindruck, der, meiner Meinung nach, erst eben durch seine Länge erreicht wird. Keineswegs zu lang, wäre er kürzer gewesen, hätte er nie seine ganze Wirkung entfalten können. Habe ihn mir inzwischen zwei mal angeschaut. Toller Soundtrack, tolle schauspielerische Leistung.
Karsten schreibt am 04.04.08, 20:37
Der Film ist einfach langweilig und, wie Kathrin schon sagt, viel zu lang geraten.
Zugegeben, die Schauspieler sind klasse, die Kulisse auch, aber die Story ist öde, da gibt es bessere Jesse-James-Verfilmungen, die den Charakter des Helden vielleicht nicht ganz so explizit herausstellen, dafür aber wenigstens eine Handlung haben ...
