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Ein mutiger Weg
A Mighty Heart
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Regie
Michael Winterbottom
Drehbuch
Mariane Pearl, Sarah Crichton
Produzenten
Andrew Eaton, Dede Gardner, Brad Pitt
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 108 min Land USA Kinostart 13.09.2007 DVD-Start 29.05.2008 Verleih Universal Pictures |
Story
23. Januar 2002, Karatschi, Pakistan: Der Südostasienkorrespondent des Wall Street Journals Daniel Pearl verabschiedete sich von seiner Frau Mariane und fuhr zu einem geplanten Interview mit einem religiösen Führer. Doch Daniel kehrte nicht zurück. Seine im 5. Monat schwangere Frau machte sich fürchterliche Sorgen. Zwei Tage später dann die traurige Gewissheit: Daniel wurde entführt. Er kehrte nie mehr zurück. Eine Woche später wurde er von seinen Entführern enthauptet.
Schauspieler
Angelina Jolie, Dan Futterman, Irfan Khan, Archie Panjabi, Will Patton, Jillian Armenante, Denis O'Hare, Demetri Goritsas
Filmkritik von Thomas Ays
Nur Minuten nach „Ein mutiger Weg“ steht fest, dass dieser Film lange nachwirkt – was er dann auch tut.
Dokumentarisch wird hier eine ergreifende, erschütternde und fesselnde Geschichte erzählt, die nur als erschreckend zu bezeichnen ist. Dabei ist die Handlung dieser wahren Geschichte völlig wertfrei – und bleibt so bis zum Schluss. Mariane Pearl sagte einem Journalisten auf die Frage, wie sie sich nun fühle, nachdem ihr Mann ermordet wurde, keine patriotischen Sätze a la „Tod den Terroristen“ oder „Die Rache wird mein sein!“ Mariane sagte: „Neben Danny sind diesen Monat auch 10 Pakistani ermordet worden. Auch die Menschen hier leiden.“ Damit wird das Thema zentralisiert. Terror ist überall. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß, sondern auch so einige Grautöne, die man bei der Diskussion, die man über den Terrorismus, die Achse des Bösen, führt, erwähnen muss.
Angelina Jolie spielt die Hauptrolle angenehm zurückhaltend, jedoch völlig authentisch. Die wenigen emotionalen Momente ihrer Figur mimt sie dramatisch, aber nie aufgesetzt oder überzogen. Eher nachvollziehbar. Hier darf diese Schauspielerin erneut zeigen, was sie kann. Doch Jolie ist nicht die Hauptfigur. Hauptaugenmerk liegt auf der Story und die prominente Schauspielerin wurde von Regisseur Michael Winterbottom nicht dazu benutzt, um sie über die Handlung zu stellen. Sie agiert, reagiert auf die Ereignisse der Geschichte und nimmt den Zuschauer damit völlig von sich ein.
“Ein mutiger Weg“ ist natürlich ein „Problemfilm“, wenn man ihn den so abwertend bezeichnen will und ist vermutlich deshalb nicht unbedingt massenkompatibel. Vielleicht sollte man sich dennoch diesem Film und der Geschichte und Botschaft dahinter stellen. Terror geht uns alle an, nur ist nicht jeder mit Bart und Koran automatisch ein Terrorist.
