My Blueberry Nights

My Blueberry Nights

Filmplakat My Blueberry Nights
Regie Wong Kar Wai  Drehbuch Lawrence Block  Produzenten Wong Kar Wai, Stéphane Kooshmanian, Jean-Louis Piel 
Genre Love-Story  FSK Filmlänge 95 min
Land USA, China  Kinostart 24.01.2008  DVD-Start 07.08.2008  Blu-ray-Start 07.08.2008  Verleih Prokino

Story

Elizabeth ist am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Ihr Freund hat sich von ihr getrennt und findet nun Gefallen an einer anderen Frau. Mit dieser Situation kommt die hübsche Brünette nur schwer klar. Glücklicherweise findet sie in dem Café-Besitzer Jeremy einen verständnisvollen und Trost spendenden Zuhörer. Wochenlang sucht sie Jeremy in den kommenden Nächten auf, bis sie eines Tages einfach verschwindet - raus aus New York um sich selbst besser kennen und verstehen zu lernen. Jeremy bleibt zurück, doch er ist nicht mehr derselbe wie noch zuvor. Elizabeth hat ihn verändert, aber nun ist sie weg und was beleibt sind scheinbar nur die Erinnerungen und die ein oder andere Postkarte, die er von Elizabeths Tour durch Amerika erhält.

Schauspieler

My Blueberry Nights Jude Law, Norah Jones, Rachel Weisz, Natalie Portman, Tim Roth, David Strathairn, Chan Marshall

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms My Blueberry Nights Manchmal muss man sich erst voneinander entfernen und sich selbst finden, bevor man für die große Liebe bereit ist. Von dieser behutsamen, leicht melancholischen Geschichte erzählt uns der chinesische Regisseur Wong Kar Wai mit seinem ersten Film aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dass manche Möglichkeiten selbst an diesem Ort eben doch begrenzt sind, wird in „My Blueberry Nights“ schnell klar. Allerdings soll zunächst nicht von den Fehlern dieser Romanze berichtet werden, sondern von ihren schönen Seiten:

Zum Träumen und Nachdenken laden die schönen Bildkompositionen ein, die hier erschaffen wurden. Ungewohnte Kameraeinstellungen, verzerrte oder farblich veränderte Bilder sowie eine deutlich erkennbare Nachbearbeitung einzelner Szenen am Computer, erwecken den Eindruck von etwas Besonderem. Auch die Schauspieler sorgen ausnahmslos für wahren Augenschmaus. Jude Law, gewohnt gut aussehend in seiner Rolle des Barbesitzers Jeremy, Norah Jones, ohnehin eine Augenweide, egal ob nun singend oder schauspielernd, Rachel Weisz, extrem erotisch mit ihren großen, dunkelbraunen Rehaugen und der wirren Haarpracht und schließlich Natalie Portman, zum Niederknien schön und verführerisch als Pokerqueen. Keine Frage also – rein optisch gesehen hat „My Blueberry Nights“ alles richtig gemacht. Auch den Preis für den schönsten und somit auch passendsten Titel aller Zeiten hat dieser Film verdient.
Diese wunderschöne Fassade bröckelt jedoch und das zumeist an jenen Stellen, an denen versucht wird eine tiefgründige Geschichte zu erzählen, wo keine ist. Die Dialoge mögen harmonisch und wundervoll klingen, transportieren jedoch kaum Inhalt. Was zunächst wie der schöne Anfang einer bewegenden Geschichte klingt, entpuppt sich schon bald als hohle Phrase mit wenig Einfallsreichtum. Nichtsdestotrotz sollte man mit „My Blueberry Nights“ nicht zu hart ins Gericht gehen, denn eines gelingt dieser Romanze doch allemal: Der Zuschauer verlässt den Kinosaal mit einem wohlig warmen Gefühl, verursacht durch die Schönheit, die von diesem Film ausgeht.

Wissenswertes

My Blueberry Nights Wong Kar-Wais Bildsprache machte international Furore, er gilt als innovativster Filmkünstler seiner Generation und als Meister der poetischen Melancholie.



Besucherbewertung
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Kommentare

Ulla Niehaus schreibt am 06.12.07, 13:25
My Blueberry Nights hat so einen wunderschönen Nachklang! Die Bilder, die Ästhetik, die Musik, die Figuren, sogar der Titel, einfach alles ist stimmig und fügt sich zu einer zarten Aufbruch- und Liebesgeschichte zusammen. Was für ein Traumpaar, Jude Law und Norah Jones und so charmant und unangestrengt! Einzig die Episode in Las Vegas ist ein Bruch, ein beginnendes Roadmovie mit einer weiteren wunderschönen Frau (Natalie Portman), deren Geschichte einfach in den endlosen Straßen Nevadas verläuft. Diese Sequenz fällt aus dem stimmungsvollen Rahmen, der Nebenschauplatz wird zu groß und er wäre nicht notwendig gewesen, um den Kreis zu schließen. Trotzdem bleibt der Film ein Juwel, vielleicht eher eins für Frauen, aber es soll auch Männer geben, die pure Genießer sind!
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