Michel in der Suppenschüssel

Emil i Lönneberga

Filmplakat Michel in der Suppenschüssel
Regie Olle Hellbom  Drehbuch Astrid Lindgren  Produzent Olle Nordemar 
Genre Kinderfilm  FSK Filmlänge 95 min
Land Schweden  DVD-Start 06.05.2001  Verleih Alpha Medienkontor

Story

Der kleine Michel, der mit seiner Familie in Schwedens Provinz Smaland, in Lönneberga lebt, bringt alle mit seine Streichen zum Verzweifeln. Egal ob Mutter Alma, Vater Anton, Schwesterchen Ida oder Magd Lina und Knecht Alfred - sie alle kennen "ihren" Michel. Dabei will der kleine Junge doch eigentlich niemandem etwas Böses. Was kann er denn dafür, dass in die Rattenfalle, die er in der Küche aufgestellt hat, versehentlich Vaters Zeh gerät? Und es ist doch auch völlig normal, dass ein Junge in Michels Alter immer Hunger hat. Wer kann denn auch ahnen, dass sein Kopf beim Auslecken der Suppenschüssel in selbiger steckenbleibt? Als er daraufhin mit seiner Mutter zum Arzt muss, ist Vater Antons größte Sorge, wieviel das nun wieder kosten mag. Das Michel aus diesem Ereignis sogar noch einen Gewinn zieht, behagt dem Griesgram gar nicht. Auch Michels selbsinszeniertes Geburtstagsfeuerwerk findet in Lönneberga und speziell bei seinem Vater wenig Anklang. Danch heißt es für Michel wieder ab in den Tischlerschuppen, bis sich die erhitzten Gemüter etwas beruhigt haben.

Schauspieler

Michel in der Suppenschüssel Jan Ohlsson, Lena Wisborg, Allan Edwall, Emy Storm, Björn Gustafsson, Hannelore Schroth, Maud Hansson, Carsta Löck

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 5 von 5 Ms Michel in der Suppenschüssel Michel aus Lönneberga ist einfach herrlich! Ein bezaubernder kleiner Schlingel, mit dem es nie langweilig werden kann. Welches Kind kennt sie nicht, diese Situationen, wo einfach alles schiefgeht, wo man es den Erwachsenen nicht recht machen kann und wenn man sich noch so sehr anstrengt. Genau diese Situationen kennt Michel Swennson auch - und er lässt sich davon nicht entmutigen. Damit bietet er eine hervorragende Identifikationsfigur für Kinder, zeigt ihnen, dass manchmal alles nur halb so schlimm ist und dass auch nach einer "Katastrophe" die Welt wieder in Ordnung kommen kann. Dabei sind Michels Streiche immer noch im Bereich des Erlaubten, nie wird jemand ernsthaft in Gefahr gebracht oder gar gedemütigt. Er zeigt aber auch, dass man sich nicht einfach alles gefallen lassen darf, dass man selber nachdenken und manchmal auch den unbequemen Weg einschlagen muss - und all das wird dem Kind ohne den moralisch erhobenen Zeigefinger vermittelt.

Die Idee, die Geschichte aus Sicht von Michels Mutter zu schildern, ist einfach genial. Ihrem Tagebuch vertraut sie ihre große Sorge um ihren Michel an, die Befürchtungen, dass aus ihm nie ein ehrenhafter, gottesfürchtiger Mann werden kann. Gleichzeitig ist da die Erzählerin, die Michels Streiche aus einem ganz anderen Blickwinkel schildert und dem Zuschauer so zeigt, dass es nicht nur eine richtige Sicht der Dinge gibt. Auch Michels Verhältnis zu seinem Vater ist hier immer wieder Thema und bietet so einiges Konfliktpotential - meistens endet das ganze für Michel im Tischlerschuppen. "Michel in der Suppenschüssel" ist ein wirklich empfehlenswerter Kinderfilm, der Spaß macht und auch Erwachesene um Lachen bringt.

Wissenswertes

Michel in der Suppenschüssel



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