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Der Fluch der goldenen Blume
Curse of the Golden Flower
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Regie
Zhang Yimou
Drehbuch
Zhang Yimou
Produzenten
William Kong, Weiping Zhang, Zhang Yimou
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 114 min Land China Kinostart 27.04.2007 DVD-Start 26.11.2007 Verleih Tobis |
Story
China 928 nach Christus. Es herrscht die späte Tang-Dynastie. Als der zweitgeborene Königssohn Jai nach drei Jahren Kriegsdienst an der Grenze in den königlichen Palasts heimkehrt, findet er Intrigen, Lug und Betrug vor. Sein Vater, der strenge Herrscher Ping, ist dabei seine Gemahlin Phönix, seine Mutter, langsam aber sicher mit einer speziellen Medizin zu vergiften, während diese darauf sinnt, ihren Ehemann zu stürzen und heimlich Pläne für dessen Absetzung schmiedet. Auch Jais Brüder, Kronprinz Wan und der kleine Yu, scheinen in die düsteren Ränke am Hofe verstrickt zu sein. Am Vorabend des alljährlichen großen Chrysanthemen-Festes spitzen sich die Ereignisse zu und schon bald färben sich die Blumen auf dem Palastvorhof rot vom vergossenen Blut.
Schauspieler
Chow Yun-Fat, Gong Li, Jay Chou, Xiang Liu Ye, Ni Dahong, Qin Junjie, Man Li, Jin Chen
Filmkritik von Melanie Frommholz
Regisseur Zhang Yimou ist einer der erfolgreichsten Filmemacher aus dem Reich der Mitte. Mit „Hero“ und „House of Flying Daggers“ konnte er auch bereits international begeistern. Mit „Der Fluch der goldenen Blume“ ist ihm erneut ein episches Werk der berauschenden Bilder gelungen. Opulente, farbenprächtige Kostüme und ein aufwändiges Set-Design lassen vor unseren Augen den Herrscherhof in seiner Pacht und Herrlichkeit wahrhaftig auferstehen. Präzise choreographierte Massenszenen machen zusätzlich Eindruck und unterstreichen die von Macht geprägte Umgebung, in der das Drama seinen Lauf nimmt. Zhang Yimou inszeniert mit seinem Film eine Tragödie, die in ihren Ausmaßen und Verstrickungen stark an Shakespeare erinnert. Die späte Tang-Dynastie war ein dunkles Kapitel in der Geschichte Chinas, geprägt von Korruption und Verrat. Umstände, die im Herrscherhaus wohl bekannt waren, jedoch mit Glanz und Gloria verschleiert werden sollten. Frauen waren der Spielball im männlichen Machtkahlkühl. Im Mikrokosmos des königlichen Palastes inszeniert der Regisseur vor diesem Hintergrund einen spannenden Reigen aus Verrat, Liebe, Eifersucht und Machtgier. Erst nach und nach blickt man hinter die Kulissen eines nach außen von Ordnung und Ritualen geprägtem Lebens. Im Zentrum von allem stehen sich die international erfolgreichen Schauspielstars Chow Yun-Fat als Ping und Gong Li als Phoenix gegenüber. Während Gong Li als Königin noch Raum bekommt, ihre Motive zu beleuchten und ihre Qualen zu offenbaren, bleibt Pings Geschichte fast gänzlich im Hintergrund, was schade ist, kam man doch nicht so richtig nachvollziehen wie er zu dem grausamen Diktator wurde, als der er agiert. Auch die Geschichten der übrigen zentralen Figuren bleiben fragmentartig und werden nur angerissen. Zhang Yimou legte bei der Inszenierung seinen Schwerpunkt allzu sehr auf eine alles beherrschende optische Symbolik, als auf eine ausgefeilte Charakterzeichnung, was schade ist, kann man so der dramatischen Zuspitzung am Ende doch trotz guter Darstellerleistungen nur bedingt folgen.
Große Schauwerte, aber nur schwach beleuchtete Charaktere: „Der Fluch der goldenen Blume“ bietet viel fürs Augen, enttäuscht aber bei der Substanz seiner Figuren. Schade!
Das Drehbuch basiert auf einem Theaterstück von Yu Cao.
