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Tatort - Eine Leiche zu viel (TV)
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Regie
Kaspar Heidelbach
Drehbuch
Dorothee Schön, Georg Schott
Genre Krimi Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2004 Verleih WDR |
Story
Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne ist zu Recht schockiert, als er im Seziersaal der Anatomie eine tote Kollegin entdeckt. Wie die Leiche in den Seziersaal der Studenten gelangen konnte, ist nicht nur ihm ein Rätsel, sondern der ganzen Abteilung. Doch einer der Mitarbeiter der Anatomie muss der Mörder der französischen Chemikerin Amélie Blanc sein, hat ansonsten doch niemand Zutritt zu dem Saal. Außerdem wird schnell offenbar, dass bei der Konservierung der Leiche ein Fachmann am Werk gewesen sein muss. Schnell gerät auch Boerne ins Visier von Kommissar Thiel. Doch nicht nur er, sondern viele andere angesehene Wissenschaftler sind plötzlich potentielle Täter. Was das Motiv an dem Mord des attraktiven Gastes gewesen sein könnte, bleibt jedoch für Kommissar Thiel lange unklar: Eifersucht?
Schauspieler
Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Friederike Kempter, Lars Gärtner, Christine Urspruch, Claus D. Clausnitzer, Jürgen Hentsch, Petra Hinze, Stefan Gebelhoff, Nele Mueller-Stöfen, Carola Regnier, Ute Willing, Silvan-Pierre Leirich
Filmkritik von Kathrin Lang
Für die sechste Folge der Münster „Tatort“-Ermittler Kommissar Frank Thiel und Professor Karl-Friedrich Boerne haben sich die beiden Drehbuchautoren Dorothee Schön und Georg Schott einen etwas kniffligeren Mordfall ausgedacht: im Seziersaal der Anatomie taucht plötzlich „Eine Leiche zu viel“ auf. Dass die Ermittlungen im hauseigenen Umfeld besonders heikel werden, ist quasi vorprogrammiert – immerhin ermitteln Thiel und Boerne nun mehr oder minder in den eigenen Reihen. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl, das die Münster „Tatort“-Ermittler selbstredend nur bedingt an den Tag legen. Während Thiel kein Pardon kennt und gleich den Vorschlag macht, die komplette Abteilung zum Speicheltest antreten zu lassen, versucht Boerne mit allen Händen sich und seine Kollegen zu schützen und Thiel zu mehr Fingerspitzengefühl zu animieren. „Eine Leiche zu viel“ bietet den beiden Ermittlern einen tollen Nährboden für ihr ohnehin immer angriffslustiges Schauspiel. Doch auch der Fall an sich vermag zu überzeugen. Auch wenn nicht immer alles zur Gänze logisch erscheint, so macht das „Wer ist nur der Mörder?“-Spiel bis zur letzten Szene Spaß und sorgt zudem für Spannung.
Wissenswertes
Alle Fälle von Thiel und Boerne:
• 2002: Der dunkle Fleck
• 2002: Fakten, Fakten
• 2003: 3x schwarzer Kater
• 2003: Sag nichts
• 2004: Mörderspiele
• 2004: Eine Leiche zu viel
• 2005: Der Frauenflüsterer
• 2005: Der doppelte Lott
• 2006: Das ewig Böse
• 2006: Das zweite Gesicht
• 2007: Ruhe sanft
• 2007: Satisfaktion
• 2008: Krumme Hunde
• 2008: Wolfsstunde
• 2009: Höllenfahrt
• 2009: Tempelräuber
• 2010: Der Fluch der Mumie
• 2010: Spargelzeit
• 2011: Herrenabend
• 2011: Zwischen den Ohren
• 2012: Hinkebein
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