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Marty
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Regie
Delbert Mann
Drehbuch
Paddy Chayefsky
Produzent
Harold Hecht
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 90 min Land USA Kinostart 02.09.1955 DVD-Start 06.03.2003 Verleih United Artists |
Story
Marty ist von Selbstzweifeln zerfressen. 34 Jahre alt, muss er sich täglich von wildfremden Frauen anhören, wie unverschämt es doch von ihm ist, noch keine Frau zu haben und noch nicht verheiratet zu sein. Marty hat bereits die Hoffnung aufgegeben und sich in sein Schneckenhaus zurückgezogen, da trifft er Klara - und auf neue Probleme in seinem ohnehin schon nicht sehr einfachen Leben...
Schauspieler
Ernest Borgnine, Betsy Blair, Esther Minciotti, Joe Mantell, Karen Steele, Jerry Paris
Filmkritik von Thomas Ays
Getragen wird "Marty", der ein Remake eines gleichnamigen TV-Films mit Rod Steiger ist, von einem durchweg überzeugenden und mitreißenden Hauptdarsteller. Ernest Borgnine erhielt vollkommen zu Recht den OSCAR und den Golden Globe als bester Schauspieler. Er verschmilzt regelrecht mit dieser Rolle und liefert authentische und eindrucksvolle Leistungen ab.
"Marty" ist ein durchweg sympathischer Streifen aus dem Jahre 1955 und bietet nebenbei noch allerhand wissenswerte Fakten. So ist dieser Film der erste Streifen aus den USA, der nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion gezeigt wurde und mit 90 Minuten Laufzeit der kürzeste, der einen OSCAR im Bereich bester Film erhielt. Regisseur Delbert Mann wurde zudem der erste Regisseur in der Geschichte der Academy Awards, der für sein Debütfilm einen OSCAR für die beste Regie erhielt. Dies machte ihm nur Robert Redford 1981 mit „Eine ganz normale Familie“ nach.
Zu bemängeln ist bei „Marty“ die fehlende Kurzweil. Es hätte manches Mal ruhig etwas flotter erzählt sein dürfen, dennoch hat dieser Film einen gewissen Charme, dem man sich kaum entziehen kann. So bleibt unterm Strich, dass dieses Drama nicht das Beste seiner Klasse ist, dennoch aber als ein nettes Stück Filmgeschichte bezeichnet werden kann.
Wissenswertes
Auf dem Filmfestival von Cannes gewann "Marty" als erste US-amerikanische Produktion die Goldene Palme als bester Film. Neben dem OSCAR und dem Golden Globe heimste Hauptdarsteller Ernest Borgnine auch einen New York Film Critics Circle Award, einen National Board of Review-Award und einen BAFTA Award als bester Schauspieler ein.
Auszeichnungen
Gewonnene Golden Globes
Bester Schauspieler - Drama (Ernest Borgnine)
OSCAR-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Joe Mantell), Beste Nebendarstellerin (Betsy Blair), Beste Ausstattung (Schwarz/Weiß), Beste Kamera (Schwarz/Weiß)
Gewonnene OSCARs
Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler (Ernest Borgnine), Bestes Drehbuch
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