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Der Novembermann (TV)
Der Novembermann
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Regie
Jobst Oetzmann
Drehbuch
Magrus Vattrodt
Produzent
Iris Kiefer
Genre Drama FSK - Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2007 Verleih WDR |
Story
Einmal im Jahr, im November, verreist die Pfarrersfrau Lena für einen Monat - in die Toskana, wie sie ihrem Mann Hermann Droemer sagt. Pfarrer Droemer glaubt, alles über seine Frau zu wissen, sie bis ins Innerste zu kennen. Dann verunglückt Lena tödlich und Hermann muss erkennen, dass sie jahrelang ein Verhältnis hatte, von dem er nichts wusste. Statt in die Toskana reiste Lena nach Sylt, um dort ihren Geliebten, den blinden Musiker Henry zu treffen. Mit ihrem "Novembermann" verbrachte sie jedes Jahr einen Monat voller Romantik und heimlichem Glück am Meer. Doch in diesem November wartet Henry vergebens auf seine Lena. Stattdessen fährt Hermann dorthin, begibt sich auf Spurensuche und erfährt mehr über seine verstorbene Frau, als ihm lieb ist. 25 Jahre Ehe stehen für ihn plötzlich in Frage. Ohne seine Identität preiszugeben, nähert sich der verbitterte Witwer dem kauzigen und im Umgang mit anderen Menschen äußerst schwierigen Henry. Dieser sehnt sich verzweifelt nach seiner Lena, hat keine Ahnung was tatsächlich geschehen ist und lässt sich täglich von Hermann zur Fähre fahren, in der Hoffnung, dass die Geliebte endlich auftauchen möge. Hermann weidet sich an der Verzweiflung des Nebenbuhlers, glaubt, in dessen Hilflosigkeit eine späte Rache zu finden...
Schauspieler
Götz George, Burghart Klaußner, Bernadette Heerwagen, Barbara Auer, Henriette Confurius
Filmkritik von Stefanie Rufle
Regisseur Jobst Oetzmann ist ein unglaublich dichtes, packendes und berührendes Psychodrama gelungen, das von verborgenen Sehnsüchten, Verlangen und Lebenslügen handelt. Er spielt mit der vermeintlichen Sicherheit einer langjährigen Ehe und zeigt, wie ein Leben plötzlich und völlig unerwartet bis in die Grundfesten erschüttert werden kann. Herausragend ist Burghart Klaußner in seiner Rolle des biederen Leisetreters, des selbstgerechten Pfarrers und Ehemanns, der zu wissen glaubt, wie das Leben spielt. Er spielt den Mann, dem alles genommen wird, der vor den Scherben seiner Ehe steht, der plötzlich völlig desorientiert ist und nicht mehr weiß was er tut - und all das spielt er absolut überzeugend! Nicht minder überzeugend ist sein Kontrahent Götz George, der den mürrischen Künstler par excellence gibt. Die beiden liefern sich ein intensives, überaus berührendes Duell, bei dem der eine von Anfang an der Überlegene zu sein scheint. "Der Novembermann" ist die Auseinandersetzung mit Liebe und Tod und überzeugt von der ersten bis zur letzten Minute.
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Kommentare
Hilde Schwager schreibt am 28.11.07, 23:42
Ich bin tief beeindruckt und stehe noch ganz unter dem Eindruck dieses Films, den ich heute abend gesehen habe.
Geniale Schauspieler, gute Geschichte, ging mir unter die Haut, stimmt mich nachdenklich.
Renate Herrmann schreibt am 28.02.11, 20:27
Die Hörbuchversion dieses Films beeindruckt mich ebenfalls - wünsche mir, diesen Film auf DVD bekommen zu können, ist aber offensichtlich nicht geplant - leider :-((
