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Meine böse Freundin
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Regie
Maris Pfeiffer
Drehbuch
Hanna Hollinger
Genre Drama FSK - Filmlänge 90 min Land Deutschland Verleih ARD |
Story
Die labile Schülerin Ellen ist völlig fertig, beim Joggen bricht sie total entkräftet zusammen und muss ins Krankenhaus gebracht werden. Offensichtlich leidet das Mädchen doch mehr unter der zerrütteten Ehe ihrer wohlhabenden Eltern, als gedacht. Ihre neue Klassenkameradin Isa besucht Ellen im Krankenhaus und gibt ihr das Gefühl, dass hier eine neue Freundschaft entstehen könnte. Da Ellens Eltern vor allem mit sich selbst beschäftigt sind, springt die junge Frau bereitwillig auf Isas Annäherungsversuche an, ja, es scheint fast, als würde sie durch diese Freundschaft wieder neue Lebensfreude entwickeln. Doch auch Isa hat so ihre Probleme und treibt mit Ellen ein perfides Spiel. Mehr und mehr gerät die in ein Abhängigkeitsverhältnis zu der spröden Isa, die sich abwechselnd abweisend und dann wieder anschmiegsam gibt. Ellen gerät allmählich in einen unwiderstehlichen Sog, aus dem sie nicht mehr allein herauskommt und als sie endlich erkennt, was mit Isa los ist, scheint es fast schon zu spät zu sein.
Schauspieler
Anna Maria Mühe, Alice Dwyer, August Zirner, Barbara Auer, Sandra Borgmann, Matthias Koeberlin
Filmkritik von Stefanie Rufle
Für Regisseurin Maris Pfeiffer und Hanna Hollinger, die das Drehbuch schrieb, ist "Meine böse Freundin" nicht die erste gemeinsame Arbeit. Schon mit dem Familiendrama "Liebe Amelie" (2005) war das Duo überaus erfolgreich. Hier ist den beiden ein äußerst eindringliches Psychodrama um die Hassliebe zweier labiler Schülerinnen gelungen. Eine wirklich gelungene Darstellerriege, allen voran die talentierte Anna Maria Mühe, tut ihr übriges zum Gelingen dieses Films. Es ist stellenweise nicht zum Aushalten, was die labile Ellen sich alles gefallen lässt, wie sie der Freundin sogar ein Auto kauft, nur um sich dann kalt abkanzeln zu lassen. Doch solche Dinge geschehen, manch einer kann sich wahrscheinlich aus seiner eigenen Pubertät an ähnliche Szenen erinnern. Dieses Pubertätsdrama wirkt insgesamt völlig authentisch und ist durchweg gut gespielt. Die Titelheldin bleibt bis zum Schluss etwas nebulös und wirkt manchmal in ihrer Perfidität etwas unglaubwürdig. August Zirner und Barbara Auer als überfordertes und ziemlich hilfloses Elternpaar überzeugen durchweg und machen ihre Sache wirklich gut. Obwohl das Ende fast schon verstörend wirkt und alles offen lässt, ist "Meine böse Freundin" ein durchaus empfehlens- und sehenswertes Drama.
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Kommentare
Julien schreibt am 03.09.07, 13:18
Der Film ist einer der besten überhaupt. Ich finde ihn zu tiefst erschreckend, aber irre gut gemacht. Alle Darsteller überzeugen sehr, allen voran die großartige Alice Dwyer. Tolle Leistung aber auch an Anna Maria Mühe, August Zirner und Barbara Auer.
