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Tatort - Requiem (TV)
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Regie
Thorsten Näter
Drehbuch
Thorsten Näter
Produzenten
Helga Poche, Annette Strelow
Genre Krimi Filmlänge 88 min Land Deutschland, 2005 Verleih Radio Bremen |
Story
Als der Firmeninhaber Ludwig Wahlberg ermordet aufgefunden wird, glauben zunächst alle an eine Tat des Bruders und Mitgesellschafters Gerd Wahlberg. Zusammen haben die beiden das Projekt „Space Park“ vorangetrieben, doch in letzter Zeit liefen die Geschäfte nicht mehr so gut. Alle Indizien führen zu Wahlberg und als dieser dann an einem Herzinfarkt plötzlich stirbt, scheint der Fall schnell abgeschlossen zu sein. Ein Ergebnis, das insbesondere dem neuen Chef des Kommissariats zu pass käme. Doch Inga Lürsen läuft im Fall Wahlberg alles zu glatt. Sie beginnt unangenehme Frage zu stellen. Dann explodiert Lürsens Wagen während sie am Steuer sitzt. Stedefreund und Tochter Helen Reinders sind geschockt.
Schauspieler
Sabine Postel, Oliver Mommsen, Wolfram Koch, Camilla Renschke, Oona Devi Liebich, Winfried Hammelmann, Dietmar König, Charly Hübner, Sebastian Faust
Filmkritik von Melanie Frommholz
Regisseur und Drehbuchautor Thorsten Näter ist bekannt dafür, dass er mit seinen Bremer Tatorten gerne ungewöhnliche Wege beschreitet und neue Fälle jenseits der gängigen Inszenierungen kreiert. „Requiem“ passt nicht nur mit seiner spacigen Optik wunderbar zu dieser These sondern überzeugt auch mit innovativem Handlungsverlauf. Inga Lürsen und ihr Partner Stedefreund haben es diesmal mit einem Psychopathen und Serienmörder zu tun, der den Ermittlern alles abverlangt. Besonders für Lürsen wird es sehr persönlich, was dem Fall eine besondere Note verleiht. Näter inszeniert sein Drehbuch als packenden Wettlauf mit der Zeit, das zwar seine Fakten recht schnell auf den Tisch legt, aber durch das Katz-und Maus-Spiel und die emotionale Achterbahnfahrt seiner Figuren dennoch spannend bleibt. Was „Requiem“ an manchen Stellen fehlt, sind die griffigen Dialoge zur rechten Zeit. So innovativ Näter bei der Fallgestaltung und seinen Sets war, so sehr verlässt er sich hier auf eingefahrene Sätze. Der Filmemacher versucht sich mit seinen Dialogen zwar an Ironie und beißendem Humor, kann sich aber nicht dazu durchringen, hier die ausgetretenen Fernsehpfade zu verlassen. So vermisst man immer wieder eine Spritzigkeit und Leichtigkeit, wenn es zum verbalen Schlagabtausch der Charaktere kommt. Ein Umstand, der den sonst durchweg sehenswerten Tatort aus Bremen davon abhält, vollständig zu überzeugen.
Wissenswertes
Alle Fälle von Lürsen und Stedefreund:
• 2001: Eine unscheinbare Frau
• 2002: Endspiel
• 2002: Schatten
• 2003: Der schwarze Troll
• 2003: Die Liebe der Schlachter
• 2004: Abschaum
• 2005: Scheherazade
• 2005: Todesengel
• 2005: Requiem
• 2006: Stille Tage
• 2007: Schwelbrand
• 2007: Strahlende Zukunft
• 2009: Familienaufstellung
• 2009: Schiffe versenken
• 2009: Tote Männer
• 2010: Königskinder
• 2010: Schlafende Hunde
• 2011: Stille Wasser
• 2011: Der illegale Tod
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