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Extrem ... mit allen Mitteln
Extreme Measures
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Regie
Michael Apted
Drehbuch
Tony Gilroy
Produzent
Elizabeth Hurley
Genre Thriller FSK 12 Filmlänge 118 min Land USA Kinostart 19.12.1996 DVD-Start 31.07.1997 Verleih Concorde Film |
Story
Der junge Arzt Guy Luthan glaubt seinen Augen nicht zu trauen, als er den Patienten sieht, der bei ihm in der Notaufnahme eines New Yorker Krankenhauses gelandet ist. Bei dem Mann scheinen alle Vitalfunktionen zu versagen, keine der lebenserhaltenden Maßnahmen zeigt Erfolg. Der Patient stirbt schließlich, allerdings gibt er Guy vor seinem Tod mit seltsamen Hilferufen und Andeutungen Rätsel auf. Der junge Arzt beginnt, Nachforschungen anzustellen und macht eine entsetzliche Entdeckung. Offensichtlich gibt es in New York eine Gruppe von skrupellosen Wissenschaftlern, die an Obdachlosen wissenschaftliche Experimente durchführt. Die Männer, nach denen keine Angehörigen mehr fragen können, werden entführt und sollen gegen ihren Willen der Wissenschaft dienen. Dahinter stehen zahlungskräftige Patienten, denen es egal ist, auf welche Weise ihre Genesung erkauft wird. Der prominente Dr. Myrick ist das Oberhaupt dieser verbrecherischen Organisation - und er versteht keinen Spaß, als er erkennen muss, dass Luthan ihm dicht auf den Fersen ist.
Schauspieler
Hugh Grant, Gene Hackman, Sarah Jessica Parker, David Morse, Bill Nunn, Debra Monk, Paul Guilfoyle, John Toles-Bey, Shaun Austin-Olsen, Andre de Shields, Peter Appel, Diana Zimmer
Filmkritik von Stefanie Rufle
Ein packender, mitreißender und durch und durch authentisch wirkender Medizinthriller, der einen von der ersten Sekunde an packt und auch lange hinterher nicht mehr loslässt. Nicht anders als großartig ist die darstellerische Leistung von Hugh Grant zu nennen. Er spielt den fassungslosen, etwas naiven und durch und durch britischen Arzt so überzeugend, dass man wirklich vergisst, dass man es hier mit Hugh "Notting Hill"-"Vier Hochzeiten und ein Todesfall"-"Tatsächlich Liebe"-Grant zu tun hat. Sein Gegenspieler, der großartige Gene Hackman, ist dieser Rolle mehr als gewachsen, spielt eiskalt und skrupellos - und doch hat man für ihn fast so etwas wie Verständnis. Das Thema dieses Films könnte brisanter und fesselnder nicht sein, geht es hier doch um die Wissenschaft, den medizinischen Fortschritt und um die ethischen Grenzen, die man nie aus dem Auge verlieren sollte. Die Frage "Wo hört die Wissenschaft auf und wo fängt das Verbrechen an?" wird meisterlich bearbeitet - so, dass man als Zuschauer selber nicht mehr so recht weiß, wo eigentlich die Grenzen verlaufen. Was ist ethisch? Könnte man den Krebs heilen, wenn man nur einen Menschen dafür töten würde - wäre das dann ein Verbrechen? Was ist, wenn ich selbst in der Situation bin, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden, für deren Heilmittel andere sterben müssten? Wie würde ich mich verhalten? Diese Gratwanderung beschreitet "Extrem...Mit allen Mitteln" bravourös, ohne je zu moralisieren oder maßgefertigte Antworten zu geben. Zum Schluss bleibt der Zuschauer zurück und muss sich selber eine Meinung bilden - wenn das überhaupt möglich ist...
