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Kleine Morde unter Freunden
Shallow Grave
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Regie
Danny Boyle
Drehbuch
John Hodge
Produzent
Andrew Macdonald
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 90 min Land Großbritannien, 1994 Kinostart 10.08.1995 DVD-Start 23.03.2000 Verleih Kinowelt Home Entertainment |
Story
Die Ärztin Juliet, der Buchhalter David und der Journalist Alex haben in ihrer hübschen und lustigen WG ein Zimmer zu vergeben. Bei der Suche nach dem vierten Mitbewohner entscheiden sie sich, nach einem länger andauernden Prozedere, für den etwas mysteriösen Hugo. Dieser überlebt in der neuen Wohnung jedoch nicht sonderlich lange: Schon am ersten Morgen finden Juliet, David und Alex ihren frischgebackenen Mitbewohner mit einer Überdosis tot in seinem Bett auf. Der Plan sofort die Polizei zu alarmieren, gerät schnell in Vergessenheit, als die drei unter Hugos Bett einen Koffer voll Geld finden. Nach einigen Grundsatzdiskussionen beschließen sie, das Geld zu behalten und die Leiche im Wald zu verstümmeln. Die Konsequenzen dieser Entscheidungen sind jedoch verheerend: die Freundschaft der Dreien wird schon bald auf eine harte und zudem mörderische Probe gestellt…
Schauspieler
Kerry Fox, Christopher Eccleston, Ewan McGregor, Keith Allen, Ken Stott, John Hodge, Colin McCredie, Victoria Nairn, Gary Lewis, Jean Marie Coffey, Peter Mullan
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Kleine Morde unter Freunden“ brachte uns der britische Regisseur Danny Boyle im Jahre 1994 sein Spielfilmdebüt in die Kinos. Obwohl Boyle schon damals beachtliche Erfolge feierte (seinerzeit feierte das Debüt seine Premiere sogar bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes), reicht „Kleine Morde unter Freunden“ noch nicht ganz an die Größe von Boyles heutigen Filmen heran. Dennoch ist ihm ein beachtlich inszenierter Thriller mit tiefschwarzem und satirischem Einschlag gelungen.
Freundschaft hört da auf, wo es um finanzielle Streitigkeiten geht. Geld ist eben kein Spaß, sondern macht gierig! Genau diese Erkenntnis, die sich im realen Leben tatsächlich immer wieder mit Erstaunen beobachten lässt, nutzt Boyle nun, um mit seinem Thriller die reichlich zugespitzte Variante von einer Geldstreitigkeit zwischen drei Freunden zu erzählen. Dabei setzt Boyle immer mehr auf gnadenlos brutale und respektlos anmutende Szenen, die häufig von einem beschwingten, leichten Soundtrack begleitet werden. Ganz im Stil einer hervorragend gelungenen Satire, geht die Schärfe der Aussage dabei jedoch nicht verloren, sondern tritt durch den bitterbösen Humor nur noch mehr in den Vordergrund. Immer mehr findet man daran gefallen, den drei Freunden, mit ursprünglich geregeltem Leben, dabei zuzusehen, wie sie die Geldgier in den Wahnsinn treibt. Die Hemmschwellen fallen, der Wahnsinn kennt schon bald keine Grenzen mehr. Bei Boyle ist das auf gelungene Weise bitterböse und lustig zugleich.
Zusammen mit den drei überaus engagierten Schauspielern - allen voran ein blutjunger, aber fabelhaft aufspielender Ewan McGregor – und einer Kameraarbeit, die dem Film eine hervorragende Bilddynamik verleiht, wird „Kleine Morde unter Freunden“ ein toller UK-Export mit allem was typischerweise dazugehört!
Wissenswertes
"Kleine Morde unter Freunden" ist das Spielfilmdebüt von Danny Boyle und wurde bei den Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt.
Ewan McGregors Mutter, Carol McGregor, hat in dem Film einen Cameo-Auftritt als eine der möglichen neue Mitbewohnerin für die WG.
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