Führer Ex

Filmplakat Führer Ex
Regie Winfried Bonengel  Drehbuch Winfried Bonengel, Ingo Hasselbach, Douglas Graham  Produzenten Laurens Straub, Clementina Hegewisch 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 107 min
Land Deutschland  Kinostart 05.12.2002  DVD-Start 06.10.2003  Verleih Tobis

Story

Die ostdeutschen Jugendlichen Tommy und Heiko sind schon ewig beste Freunde, wobei die Meinungen und Gesinnungen der beiden stark auseinander gehen. Der eine ist leicht rechtslastig, der andere ein wahrer Freund der DDR. Die Weltanschauungen der beiden Jungs ändern sich jedoch schlagartig, als sie wegen Republikflucht in den Knast gebracht werden. Hier gerät ihr Leben schlagartig aus den Fugen und kurz darauf ist nichts mehr so, wie es einmal war. Dabei steht vor allem die Entwicklung der politischen Ausrichtung im Vordergrund. Für welchen Weg werden sich die Jungs entscheiden und wie können sie herausfinden, was wirklich richtig ist?

Schauspieler

Führer Ex Christian Blümel, Aaron Hildebrand, Jule Flierl, Luci van Org, Harry Baer, Dieter Laser, Jürgen Lingmann, Henning Peker, Mathias Freihof, Dennis Grabosch, Max Richter

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 2 von 5 Ms Führer Ex Regisseur und Co-Autor Winfried Bonengel wurde sowohl beim kolumbianischen Bogota Film Festival, als auch in Venedig für Filmpreise nominiert. Der Filmemacher wirft in seinem Film einen durchweg glaubwürdigen Blick auf die DDR, die Ende der 80er Jahre in den letzten Zügen steckt. Es liegt auch nicht an der Inszenierung der Geschichte, dass „Führer Ex“ scheitert, sondern an zwei großen Kritikpunkten. Zum einen treten hier nur unsympathische Figuren auf, mit denen man sich überhaupt nicht identifizieren kann (und will), zum anderen schaffen es hier sehr wenige Darsteller zu überzeugen. Der einzig überzeugend spielende Schauspieler ist Aaron Hildebrand, der den Tommy gibt. Alle anderen Figuren wirken hölzern und laienhaft und ziehen so das Niveau des Films auf Ein Level hinunter, die ihm eigentlich nicht zugestanden wäre. Dass dies Bonengel nicht erkannte und seine Schauspieler nicht zu größeren Leistungen antreiben konnte, ist das größte Versäumnis von „Führer Ex“. Es hätte nämlich wirklich gut werden können.
“Führer Ex“: Trotz das der Film auf einer wahren Geschichte basiert, ist dieser Streifen alles andere als sehenswert. Gerade unsere Geschichten brauchen Qualität und Detailverliebtheit, damit sie funktionieren können.



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Kommentare

Peter Scharf schreibt am 23.11.08, 19:45
Zum einen is der Filminhalt fehlerhaft wiedergegeben, da Tommy erst nach seiner ersten Inhaftierung zum Nazi wird und Heiko auch kein Freund der DDR ist, sonst würde er kaum so unzufrieden sein, dass er fliehen will.
Weiterhin sollte es nicht zum Kritikpunkt herangezogen werden, dass die Charaktere eher unsympathisch und recht derb sind, da dies eine wohl eher beabsichtigte Intension von Winfried Bonengel ist, da er kaum auf ein Puplikum, welches Hollywood- Filme bevorzugt, aus sein wird...
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