Der neunte Tag

Filmplakat Der neunte Tag
Regie Volker Schlöndorff  Drehbuch Andreas Pflüger, Eberhard Görner  Produzent Prof. Jürgen Haase 
Genre Kriegs-Drama  FSK 12  Filmlänge 97 min
Land Deutschland, Luxemburg  Kinostart 11.11.2004  DVD-Start 07.06.2005  Verleih Progress (Central)

Story

Als der in Dachau einsitzende Pfarrer Abbé Henri Kremer aus dem KZ entlassen wird, weiß er noch nicht was ihn draußen erwartet. Kaum ist er in Luxemburg bei seiner Familie angekommen, erfährt er jedoch schon den wahren Grund für seine Freilassung: Die SS hat Probleme damit, die Kirche auf ihre Seite zu bekommen. Der Pfarrer soll nun dabei helfen, den Bischof von den Vorteilen einer Kollaboration mit den Deutschen zu überzeugen. Wenn ihm diese Mission gelingt, lockt die ewige Freiheit, wenn er flieht werden alle im KZ einsitzende Pfarrer ermordet und sollte er nicht zur Kooperation bereit sind, wird er nach neun Tagen wieder zurück nach Dachau geschickt. Diese Aufgabe bringt Abbé schnell an seine Grenzen: Auf der einen Seite glaubt er nicht an diesen fürchterlichen Krieg und hat deshalb keinerlei Ambitionen den Bischof von einer Kollaboration zu überzeugen. Auf der anderen Seite bangt es ihm vor einer Rückkehr nach Dachau. Das Gefangenlager hat an seinen Kräften gezehrt und er weiß nicht, ob er einen zweiten Aufenthalt überleben würde.

Schauspieler

Der neunte Tag Ulrich Matthes, August Diehl, Hilmar Thate, Bibiana Beglau, Germain Wagner, Jean-Paul Raths, Ivan Jirik

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Der neunte Tag Dass diese Geschichte tatsächlich so (oder so ähnlich) passiert sein soll, ist zwar weiter kaum verwunderlich, hat aber dennoch eine sehr schockierende Wirkung auf den Zuschauer. Durch „Der neunte Tag“ wird wieder einmal mehr klar, wie schrecklich der Zweite Weltkrieg war und wie froh man darüber sein kann, zu dieser Zeit noch nicht gelebt zu haben. Regisseur Volker Schlöndorff schreckt nicht davor zurück uns dieses Grauen realistisch und ungeschminkt vor Augen zu führen. Genau dies geschieht allerdings nicht - wie normalerweise üblich - durch schrecklich Bilder und Momentaufnahmen, sondern vor allem durch scharf gezeichnete Dialoge, die durch ihre Eindringlichkeit den Zuschauer genau an der richtigen Stelle treffen. Alles in allem ist „Der neunte Tag“ ein Film über den Zweiten Weltkrieg und die Rolle der Kirche, der sein Ziel voll und ganz erfüllt hat und dadurch mehr als nur sehenswert ist.



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