Schiller (TV)

Schiller

Filmplakat Schiller (TV)
Regie Martin Weinhart  Drehbuch Martin Weinhart, Hendrik Hölzemann  Produzenten Uschi Reich, Michael Hild 
Genre Biopic  FSK 12  Filmlänge 89 min
Land Deutschland, 2004  DVD-Start 06.05.2005  Verleih EuroVideo

Story

Als der junge Schiller von seinen Eltern nach Stuttgart auf die Militärschule von Herzog Karl Eugen geschickt wird, ist er bereits von der ersten Minute an unglücklich mit der Situation. Doch er ist tapfer und bleibt der ‚Fahne‘ einige Jahre treu erhalten. Er studiert Medizin und schließt sein Studium mit einer Dissertation zu dem Thema „Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen“ ab. Dennoch kann er für die Medizin nie dieselbe Leidenschaft entwickeln wie für das Dichten. Als er 1781 endlich sein erstes Bühnenstück „Die Räuber“ beendet und dieses ein Jahr später in Mannheim mit großem Erfolg uraufgeführt wird, erklärt er seine militärische Laufbahn für beendet. Er flieht aus Stuttgart und lässt sich in Mannheim nieder, wo er sich erhofft, Hausautor des hiesigen Theaters zu werden. Doch die Konkurrenz ist hart: Iffland, Schauspieler und ebenfalls Dichter, hat es auch auf die Stelle abgesehen und scheint bislang noch bessere Karten als Schiller zu haben…

Schauspieler

Schiller (TV) Matthias Schweighöfer, Teresa Weißbach, Robert Dölle, Christian Näthe, Barbara Auer, Jürgen Tarrach, Timo Dierkes, Ulrich Noethen, Nikolaus Paryla, Martin Feifel, Bernd Gnann, Catrin Striebeck

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Schiller (TV) Mit dem Biopic „Schiller“, das es nach seinem Erfolg im Fernsehen sogar auch auf DVD in unsere Videotheken geschafft hat, gelingt es Regisseur und Drehbuchautor Martin Weinhart ganz wunderbar, den bekannten Dichter Schiller vor unseren Augen wieder lebendig werden zu lassen. Die Handlung beginnt in Schillers Kindesalter, als er 1773 nach Stuttgart in die Militärschule von Herzog Karl Eugen geschickt wird. Es folgt gleich ein größerer Zeitsprung und wir befinden uns im Jahr 1782, in dem Friedrich Schillers erstes Stück „Die Räuber“ in Mannheim uraufgeführt wird. Von da an nimmt die Geschichte ihren Lauf und endet mit Schillers Entschluss, Mannheim zu verlassen und seinen Zeitgenossen Goethe aufzusuchen. Sicherlich, einige Abstriche mussten hier gemacht werden und der Zuschauer, dem Schillers Biografie in groben Zügen bekannt ist, wird hier einige Ereignisse vermissen. Dennoch sind diese Lücken leicht zu verkraften, wurde mit „Schiller“ doch ein überaus sehenswerter Film erschaffen, der einen guten Eindruck von dem bekannten deutschen Literaten vermittelt. Es ist weiter schon kaum mehr verwunderlich, dass auch an dieser Stelle wieder gesondert auf Titeldarsteller Matthias Schweighöfer verwiesen werden muss. Wieder einmal überzeugt der deutsche Schauspieler in seiner Rolle auf ganzer Linie und beweist mit seiner Darstellung des Schillers, dass er nicht nur in zeitgenössischen Verfilmungen zu überzeugen weiß, sondern sich leichthin auch in ‚altertümliche‘ Rollen hineinversetzen kann. Aber auch der restliche Cast wurde gut getroffen. Einzig Teresa Weißbach als Schillers Muse Katharina Baumann wirkt etwas unbeholfen. Weder ihr Äußeres noch ihre Darstellung lässt an die Sturm- und Drang-Zeit erinnern – zweifellos wäre man hier mit einer anderen Besetzung besser gefahren. Ansonsten: Sehenswerte deutsche Filmkost.

Wissenswertes

Schiller (TV) "Schiller" ist nicht Martin Weinharts erster Schiller-Film. Bereits in der Spieldokumentation "Deutsche Klassiker jetzt: Friedrich Schiller" (1997) hatte er sich mit der Sturm-und-Drang-Zeit des jungen Autors beschäftigt.



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