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Raus aus der Haut (TV)
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Regie
Andreas Dresen
Drehbuch
Andreas Dresen, Torsten Schulz
Produzent
Peter Hartwig
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 89 min Land Deutschland, 1997 Verleih BR/ORB |
Story
Marcus gehört zu den schüchternen und zurückhaltenden Jungs in der Klasse. Ausgerechnet er verliebt sich in die rebellische Anna-Maria, hatte bislang aber noch keine Chance ihr näher zu kommen. Glück im Unglück hat er, als er von Direktor Rottmann mit RAF-Materialen, die er von Anna-Maria hat, in der Schule erwischt wird. Sowohl Marcus als auch Anna-Maria werden für den Besitz der Materialien bestraft: Rottman verbietet den beiden, sich für die Studienfächer zu bewerben, die sie anstreben. Schnell brüten die zwei Schüler einen gefährlichen Plan aus, der Rottmann so lange aus dem Verkehr ziehen soll, bis die Bewerbungen verschickt sind…
Schauspieler
Susanne Bormann, Fabian Busch, Otto Mellies, Christel Peters, Matthias Walter, Martin Seifert, Thomas Neumann, Manfred Möck, Franziska Troegner, Wolfgang Hosfeld, Simone von Zglinicki
Filmkritik von Kathrin Lang
„Raus aus der Haut“ ist ein überraschend schwacher Film von Erfolgsregisseur und Drehbuchautor Andreas Dresen. Glänzen seine Filme sonst durch scharfsinnige Dialoge, starke schauspielerische Leistungen und eine tolle Inszenierung, kann „Raus aus der Haut“ in allen Punkten nicht mit anderen Produktionen des deutschen Filmemachers mithalten. Die Geschichte hätte thematisch viel hergegeben, verliert sich jedoch in ihrem jugendlichen Übermut. Kritische Auseinandersetzungen mit dem Sozialismus der DDR oder dem RAF-Terrorismus finden nur oberflächlich statt und werden nicht mit der nötigen Schärfe behandelt. So verkommt „Raus aus der Haut“ zu einem herkömmlichen Film, der vielleicht nett unterhält, dem es aber nicht gelingt gesellschaftskritische Ansichten zu vermitteln.
Dass „Raus aus der Haut“ nicht zu seiner nötigen und sicherlich angestrebten Tiefe findet, ist neben dem schwachen Drehbuch maßgeblich auch der jungen Darstellerriege zuzuschreiben. Susanne Bormann als verwöhnte Arzttochter und Fabian Busch als rückradloser Streber wirken in ihren Rollen vielmehr albern als überzeugend. Während sich Bormann in ihrer theatralischen Darstellung verliert, überzeichnet Busch seine Schüchternheit in seinem Schauspiel übermäßig. Die Übertreibungen führen sich in den Dialogen fort, die oftmals seltsam deplaziert und unzeitgemäß wirken.
Letztlich war von „Raus aus der Haut“ deutlich mehr zu erwarten. Gute Ansatzpunkte sind sicherlich auch vorhanden, werden jedoch nicht mit der nötigen Schärfe ausgearbeitet. In ihrer Oberflächlichkeit verkommt die deutsche Produktion somit zu einem durchschnittlichen Unterhaltungsfilm, dem ein kritischer Blick auf die Problematik seiner Themen fehlt.
"Raus aus der Haut" gewann bei dem FilmKunstFest Schwerin den Hauptpreis "Fliegender Ochse". 