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Gegen die Wand
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Regie
Fatih Akin
Drehbuch
Fatih Akin
Produzenten
Ralph Schwingel, Stefan Schubert
Genre Melo-Drama FSK 12 Filmlänge 121 min Land Deutschland Kinostart 11.03.2004 Verleih Timebandits |
Story
"Gegen die Wand" erzählt die tragische Liebesgeschichte von Sibel und Cahit:
Die beiden lernen sich nach einem missglückten Suizidversuch im Krankenhaus kennen. Vor allem Sibels Beweggründe für den Selbstmordversuch werden für die kommende Handlung signifikant: Durch die Tat wollte sie ihrem traditionsverhafteten türkischen Elternhaus entkommen. In dem verzweifelten Wissen, dass sie diesem nur entfliehen kann, wenn sie einen türkischen Mann heiratet, bitte sie den gebürtigen Türken Cahit eine Scheinehe mit ihr einzugehen. Nach anfänglichem Bedenken stimmt er zu. Obwohl weder Seref, Cahits guter Freund, noch Sibels Familie von der Heirat überzeugt sind, kommt sie schließlich doch zustande. Nach anfänglichen Problemen sich mit der neuen Situation zu arrangieren, finden Sibel und Cahit einen für beide Seiten akzeptablen Mittelweg: Als gute Freunde leben sie wie Mitbewohner zusammen in einer Wohnung – beide frei in ihrem Handeln. Vor allem Sibel kostet ihre neugewonnene Freiheit in vollen Zügen aus. Dazu gehören wilde Drogenexzesse und zahlreiche Affären. Es dauert jedoch nicht lange, da entwickelt Cahit starke Gefühle für Sibel. Im Affekt erschlägt er sogar einen ihrer Liebhaber. Sibel erkennt die wahren Gefühle für ihren Ehemann erst viel zu spät...
Schauspieler
Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck, Güven Kirac, Meltem Cumbul, Cem Akin, Aysel Iscan, Demir Gökgöl, Stefan Gebelhoff
Filmkritik von Kathrin Lang
Nicht völlig grundlos wurde „Gegen die Wand“ der deutsche Überraschungserfolg des Jahres 2004 - Er gewann auf der Berlinale den Goldenen Bären und wurde etliche Male mit dem Deutschen Filmpreis bedacht. Verantwortlich für diesen Erfolg ist das tolle Zusammenspiel von einem ergreifenden Drehbuch, tollen Dialogen und herausragenden Schauspielern. Hier stimmt einfach alles; Makel scheint es keine zu geben. Weltoffen, tolerant und überaus ehrlich wird uns mit „Gegen die Wand“ ein Drama der besonderen Art erzählt. Hier werden Schicksale einzelner Menschen, die großen Enttäuschungen des Lebens präsentiert und wunderbar auf der Leinwand in Szene gesetzt. Außerdem bietet „Gegen die Wand“ Einblicke in andere Kulturen und in Lebenswelten, die unsereinem fremd sein dürften. Daumen hoch für Faith Akin Erfolgsfilm – das ist Kino, das sich lohnt.
Wissenswertes
Gegen die Wand
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