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Schtonk!
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Regie
Helmut Dietl
Drehbuch
Helmut Dietl, Ulrich Limmer
Produzenten
Günter Rohrbach, Helmut Dietl
Genre Satire FSK 6 Filmlänge 115 min Land Deutschland Kinostart 12.03.1992 Verleih Constantin Film |
Story
Kunsthändler Knobel ist ein Schlitzohr, wie es im Buche steht. Den Großteil seiner Geschäfte macht er, indem er die Leichtgläubigkeit seiner Mitmenschen ausnutzt. Dabei hat er es mittlerweile zu einem zugegebenermaßen etwas zweifelhaften Ruf als passionierter Fälscher gebracht. Nun steht Knobel vor seinem größten Coup: Er jubelt dem Sensationsreporter Willié angebliche "Hitler-Tagebücher" unter. Dieser ahnt nicht, dass es sich hier um eine dreiste Fälschung handelt und wittert das Geschäft seines Lebens...
Schauspieler
Götz George, Uwe Ochsenknecht, Christiane Hörbiger, Dagmar Manzel, Veronica Ferres, Harald Juhnke, Rolf Hoppe, Rosemarie Fendel, Karl Schönböck, Ulrich Mühe, Martin Benrath, Hermann Lause, Martin Feifel
Filmkritik von Stefanie Rufle
Wem diese Geschichte vage bekannt vorkommt, der täuscht sich nicht. Es handelt sich dabei um eine durch und durch gelungene Satire auf den größten Medienskandal der Bundesrepublik Mitte der 80er Jahre. Damals verkaufte der Plagiator Konrad Kujau dem "Stern" gefälschte Hitler-Tagebücher. Die Öffentlichkeit ließ sich monatelang täuschen, bis die Ente schließlich aufflog. Ein Aufschrei ging durch die Medien, alle fragten sich, wie so etwas passieren kann. Helmut Dietl lässt es in dieser Satire so richtig krachen, er geht nicht gerade sanft mit den Massenmedien um - die Schadenfreude blitzt hier nur zu offensichtlich durch. Natürlich ist hier - wie in einer Satire eben üblich - alles sehr überspitzt dargestellt, doch das macht ja gerade den Charme dieses köstlichen Films aus.
Mit seiner Darstellerriege bewies Regisseur Dietl ein wahrhaft gutes Händchen, hier geben sich die deutschen Stars die Klinke in die Hand. Götz George als schmieriger Sensationsreporter ist gelinde gesagt eine Offenbarung - er ist unglaublich gut und unglaublich komisch. Hier beweist der Mime, dass er durchaus noch andere Facetten zu bieten hat, als die des eher eindimensionalen Kommissars Schimanski. Aber auch Uwe Ochsenknecht als Fälscher Knobel ist einfach nur gelungen - Ochsenknecht zeigt hier seine große Leinwand-Präsenz. Eine großartige Christiane Hörbiger, die naiv-dümmlich spielende Veronica Ferres und der unvergessene Harald Juhnke tragen mit zum Gelingen dieser kurzweiligen Satire bei.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester ausländischer Film
OSCAR-Nominierungen
Bester ausländischer Film
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Kommentare
Marc schreibt am 27.07.07, 21:45
Die beste satire die ich bisher gesehen habe. Götz george und uwe ochsenknecht passen zusammen wie die faust aufs auge. auch hier scheint harald juhnke im dilirium zu sein, spielt aber trotzdem sehr überzeugend. es ist einfach ein genuss unsere deutschen schauspieler auf der leinwand zu sehen.
schade dass der deutsche film relativ wenig aufmerksamkeit bekommt vom internationalen publikum. Filme wie, 4 minuten, das leben der anderen, schtonk, rossini, schule etc. werden einfach nicht genug gewürdigt. naja, ich merke,ich schweife ab. toller film. anschauen!
