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Der Totmacher
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Regie
Romuald Karmakar
Drehbuch
Romuald Karmakar, Michael Farin
Produzent
Thomas Schüly
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 110 min Land Deutschland Kinostart 23.11.1995 DVD-Start 21.09.2000 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Dieser Film basiert auf der wahren Geschichte des Kaufmanns Fritz Haarmann, der im Jahr 1924 großes Aufsehen in der Öffentlichkeit erregte...
Der in Hannover lebende Haarmann gesteht, 24 junge Männer getötet und deren Leichen zerstückelt zu haben. Den Vorwurf des Kannibalismus weist er allerdings weit von sich. Professor Dr. Schulze hat nun die Aufgabe, das psychiatrische Gutachten zu erstellen und außerdem die Frage der Zurechnungsfähigkeit Haarmanns zu klären. Die Untersuchungen beginnen im August 1924.
Schauspieler
Götz George, Jürgen Hentsch, Pierre Franckh, Hans-Michael Rehberg, Matthias Fuchs, Marek Harloff, Christian Honhold, Rainer Faiskorn
Filmkritik von Stefanie Rufle
Mit "Der Totmacher" ist Regisseur Romuald Karmakar ein durchaus beeindruckender und präsentabler deutscher Kinofilm gelungen, der mit drei Filmbändern in Gold und dem Coppa Volpi bei den Filmfestspielen in Venedig für Götz George ausgezeichnet wurde. Karmakar verzichtet hier auf jegliche Showeffekte, der Film hat trotz des heiklen Themas so gar nichts Reißerisches an sich. Die gesamte Handlung spielt sich in einem kargen Verhörzimmer ab, dadurch erhält dieser Streifen fast schon einen kammerspielartigen Charakter. Der Plot bleibt ausschließlich auf die Befragungen des Professors reduziert, wobei alle Dialoge den originalen Befragungsprotokollen entnommen sind. Interessanterweise hat der Regisseur aber einzelne Tatsachen gekonnt neu zusammengefügt und sie so in dramturgisch sinnvolle Zusammenhänge gebracht. Das Ergebnis ist ein durch und durch authentisch wirkendes Dokudrama, das Gänsehaut verursacht.
Dafür ist vor allem auch das Spiel eines grandiosen Götz George verantwortlich. Er gibt den Serienmörder so völlig glaubhaft, dass es fast schon beängstigend ist. Doch der großartig spielende Jürgen Hentsch als Professor steht dem in nichts nach. Er muss sich keineswegs hinter George verstecken und überzeugt als zwischen Abscheu und Mitleid hin- und hergerissener Psychologe restlos. Alles in allem kann man sagen, dass "Der Totmacher" seinen großen Erfolg und seine Authentizität vor allem den herausragenden darstellerischen Leistungen zu verdanken hat. Ein Film, der Albträume verursachen kann!
