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Magere Zeiten - Der Film mit dem Schwein
A Private Function
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Regie
Malcolm Mowbray
Drehbuch
Alan Bennett
Produzent
Mark Shivas
Genre Komödie FSK 16 Filmlänge 89 min Land Großbritannien Kinostart 12.12.1985 DVD-Start 25.08.2004 Verleih Sunfilm |
Story
England im Jahr 1947. Der Krieg ist zwar vorbei, aber das Essen wird nach wie vor rationiert. Fleisch ist im ganzen Land Mangelware und private Schlachtungen sind verboten. Da ist bei mancher Hausfrau guter Rat teuer, wenn es um den heimischen Speiseplan geht. Als Fußpfleger Gilbert Chilvers durch Zufall im Wald ein gut genährtes Schwein in einem alten Wagen findet, ist er zunächst etwas verdutzt. Seine Frau Joyce ist da weniger begriffsstutzig. Sie lässt Gilbert das Schwein kurzerhand entführen. In Gedanken lädt sie bereits die wichtigsten Vertreter der Stadt zum Dinner ein. Doch diese Idee hatten auch schon andere. Und ehe sich Joyce versieht, ist der Kampf ums Schwein entbrannt.
Schauspieler
Michael Palin, Maggie Smith, Denholm Elliott, Richard Griffiths, Tony Haygarth, John Normington, Liz Smith, Alison Steadman, Jim Carter, Pete Postlethwaite, Eileen O'Brien, Rachel Davies, Reece Dinsdale, Philip Whileman
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Magere Zeiten – Der Film mit dem Schwein“ oder „Was so ein Borstenvieh doch für Verwirrung erzeugen kann.“ Und wer hätte gedacht, dass die Frage „Schwein oder nicht Schwein“ einmal über den Aufstieg in die „feine“ Gesellschaft entscheiden würde. Auch wenn die Geschichte natürlich den erwarteten Lauf nimmt, ist es wirklich herrlich mit anzusehen, wie Maggie Smith und Michael Palin hier zum Teil verbissen versuchen in der ersten Reihe der gehobenen Gesellschaft Fuß zu fassen. Diese beiden hatten sichtlich Spaß an ihren Rollen. Der Ex-Monty-Python-Star und die englische Charakterdarstellerin arbeiten die satirischen Nuancen ihrer Figuren gekonnt heraus. Aber auch der übrige Cast passt in die kauzigen und überzeichneten Rollen hervorragend. Wir erleben den britischen Standesdünkel, wie er hier leibt und lebt und wie er von Malcolm Mowbray, der nicht nur die Regie führte, sondern zusammen mit Alan Bennett auch die Geschichte für das Drehbuch lieferte, gehörig aufs Korn genommen wird. Natürlich nach alter britischer Väter Sitte mit einer satten Portion schwarzem Humor. Willkommen in der überschaubaren miefigen Kleinstadtwelt.
