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Das Geheimnis der Agatha Christie
Agatha
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Regie
Michael Apted
Drehbuch
Kathleen Tynan
Produzent
Jarvis Astaire und Gavrik Losey
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 104 min Land USA Kinostart 22.03.1979 DVD-Start 12.05.2006 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
England, 4. Dezember 1926. Die berühmte britische Kriminalautorin Agatha Christie ist spurlos verschwunden. Ihr Auto wird von der Polizei in einer Waldschlucht gefunden, von der Schriftstellerin fehlt allerdings jede Spur. Vorausgegangen ist eine private Tragödie, die schon vor längerem ihren Anfang genommen hat. Agatha und ihr Mann führen schon lange keine glückliche Ehe mehr. Er demütigt sie in aller Öffentlichkeit und hat eine Affäre, von der Agatha schon lange weiß, ihr Wissen aber stillschweigend mit sich herumträgt. Einen Tag vor ihrem Verschwinden eröffnet Christie seiner Frau, dass er die Scheidung will, weil er vorhat, seine Sekretärin Nancy Neele zu heiraten. Agatha ist völlig am Ende, fleht ihren Mann an, sie nicht zu verlassen und verlässt schließlich Hals über Kopf das Haus. Der Journalist Wally Stanton folgt der Spur der verzweifelten Frau und nimmt inkognito Kontakt mit ihr auf.
Schauspieler
Dustin Hoffman, Vanessa Redgrave, Timothy Dalton, Helen Morse, Celia Gregory, Paul Brooke, Carolyn Pickles, Timothy West, Tony Britton
Filmkritik von Stefanie Rufle
Ein Film, wie er unnötiger nicht sein könnte! Tatsächlich war die Schriftstellerin Agatha Christie elf Tage ihres Lebens unauffindbar. Vorausgegangen war der Tod ihrer geliebten Mutter und das kurz darauf folgende Geständnis ihres Ehemannes, sich in eine andere verliebt zu haben. Alles andere bleibt Vermutung, wie auch gleich zu Beginn des Films deutlich gemacht wird. Aber ist es denn wirklich nötig, das Geheimnis einer zum damaligen Zeitpunkt sicherlich sehr verzweifelten Frau entschlüsseln zu wollen? Jeder normal denkende Mensch kann sich ja wohl vorstellen, was damals in Christie vorgegangen sein muss und dass da eine Zeit des Rückzugs mehr als legitim war. Sicherlich nicht ohne Grund hat Agatha Christie später nie über diese elf Tage gesprochen, hat es nie für nötig gehalten, die Öffentlichkeit "aufzuklären". Was der Film nun aus diesem "großen Geheimnis" macht, kann nur als hahnebüchen bezeichnet werden. Der Autorin wird hier etwas untergejubelt, was einem ihrer Kriminalromane alle Ehre gemacht hätte - wäre die Story nicht so verworren und würde jeder Grundlage entbehren! Hier wurde mit Gewalt eine vermeintlich spannende Geschichte kreiert, bei der man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen mag. Einzig Dustin Hoffman als findiger Journalist trägt hier überhaupt etwas zur Unterhaltung bei. Warum er und Vanessa Redgrave sich allerdings für ein solches Projekt hergegeben haben, steht in den Sternen...
