Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Death Sentence - Todesurteil
Death Sentence
|
Regie
James Wan
Drehbuch
Ian Jeffers, Brian Garfield
Produzenten
Ashok Amritraj, Howard Baldwin, Karen Elise Baldwin
Genre Psycho-Thriller FSK 18 Filmlänge 106 min Land USA Kinostart 13.09.2007 DVD-Start 27.02.2008 Blu-ray-Start 25.02.2008 Verleih Concorde Film |
Story
Nick Hume hat wirklich alles, was er zum Leben braucht. Eine tolle Frau, die er liebt und schätzt, zwei gelungene Jungs, einen guten Job. Schlicht: Einfach alles. Bis zum Tag X: Als Nick mit ansehen muss, wie sein ältester Sohn von einer Straßengang einfach so und ohne Grund ermordet wird, dreht er durch. Gequält von Trauer und Wut hat er bald nur einen Gedanken im Hirn: Rache...
Schauspieler
Kevin Bacon, Garrett Hedlund, Kelly Preston, Jordan Garrett, Stuart Lafferty, Aisha Tyler, John Goodman, Matt O'Leary, Edi Gathegi, Hector Atreyu Ruiz, Kanin J. Howell, Dennis Keiffer, Freddy Bouciegues, Leigh Whannell, Casey Pieretti
Filmkritik von Thomas Ays
„Death Sentence – Todesurteil“ ist ein wahrhaft zweischneidiges Schwert. Dieser Streifen vereint Familiendrama mit Psycho-Thriller inkl. Horroranteilen. Verträgt sich das? Nicht durchweg.
Ganz deutlich muss hier gemacht werden, das ohne seine Darsteller, dieser Film in den Untiefen der „Nicht-sehenswerten-Filme“ verschwinden müsste. Kelly Preston (Ehefrau von John Travolta) gibt emotionsgeladen wirklich alles und Garrett Hedlund beweist wirklich echte Rollenwahl. Nach „Troja“, „Vier Brüder“ und „Eragon“ erleben wir diesen Schauspieler hier in einer wieder gänzlich anderen Rolle. Doch keiner der genannten (und nicht genannten) Darsteller reicht an Kevin Bacon heran. Dieser Charakterkopf adelt diesen Film mit seiner Präsenz geradezu. Durchgeknallter Killer, verzweifelter Vater, Geschäftsmann, Mörder,… alle Figuren spielt dieser Mann durchweg glaubhaft. Unglaublich, wie authentisch er seiner Figur Leben einhaucht, mit ihr spielt, sie bis zum Äußersten treibt,… Kevin Bacon hat diesem Film mehr als nur gut getan.
„Death Sentence – Todesurteil“ ist in der ersten Hälfte Familiendrama mit Thrilleransätzen. Hier können die Darsteller zeigen, was sie können und ihre Zuschauer für sich einnehmen. Dann beginnt die zweite Hälfte. Spätestens hier wird sich das Publikum teilen: Paare werden sich vermutlich in den Haaren liegen, weil „ER“ total fasziniert und befriedigt den Kinosaal verlässt und „SIE“ furchtbar frustriert „Totaler Mist“ ruft. Denn wenn Kevin Bacon als Rächer in Lederjacke aufläuft, will man als Mann zwar jubeln und ihn anfeuern, unterm Strich ist es jedoch wie es ist: Die Figur ist nicht mehr glaubhaft. Man kann ihm nicht mehr folgen und will es auch nicht mehr. Ein Selbstjustizdrama ist nun man ein Selbstjustizdrama, da führt kein Weg dran vorbei. Da kann sich Kevin Bacon die Seele aus dem Leib spielen, wie er will, die Geschichte vermag er damit nicht zu retten.
Weniger wäre mehr gewesen: Aus „Death Sentence – Todesurteil“ hätte eine runde und gelungene Sache werden können, doch hier begingen „Die Macher von SAW“ den Fehler, sich selbst zu beweihräuchern. Muss man immer eklig sein? Muss man immer alles sehen? Muss immer literweise Blut fließen? Damit zieht man den fantastischen Schauspielern den Boden unter den Füssen weg und verheizt sie aufgrund der eigenen Individualität. Weil: wir müssen einzigartig sein, wir müssen jedem, der den Werbeschriftzug nicht gelesen hat, beweisen, das nur wir in der Lage sind, widerliche Szenen, wie in „SAW“ zu drehen. Es ist wie es ist: „Death Sentence - Todesurteil“ scheitert am Ego seiner Macher. Klingt komisch, ist aber so.
| Besucherbewertung |
|---|
Kommentare
chris schreibt am 26.06.08, 00:14
Der Film ist durchweg das, was einen guten Film ausmacht: Er unterhält hervorragend von Anfang bis Ende. Besonders gut: Natürlich ein grandios aufspielender Kevin Bacon. Aber auch die Filmmusik fällt positiv auf und passt gut zum Film. Außerdem gibt es rasante Verfolgungsszenen, wo es wirklich um das nackte Überleben geht. Die sind dermaßen spannend, daß man wirklich mit schweißnassen Händen hinschaut. Zugegeben wird Kevin zum Schluß mit kurzgeschorenem Haar und Lederweste zum Rächer. Doch auch dieser Teil des Films ist meiner Meinung nach mit guten Bildern in Szene gesetzt worden. Überhaupt steht auch hier neben einigen Splatter-Effekten (z. b. Bein wird abgeschossen - voll sichtbar und deshalb ab 18)die Action im Vordergrund und nicht die Ekeleffekte wie bei den Saw-Filmen. Fazit: Lohnt auf jeden Fall!! Da gibt es viel viel schlechtere Filme.

