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Gone Baby Gone
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Regie
Ben Affleck
Drehbuch
Ben Affleck, Aaron Stockard
Produzenten
Alan Ladd Jr., Daton Rissner, Sean Bailey, Ben Affleck
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 114 min Land USA Kinostart 29.11.2007 DVD-Start 17.04.2008 Verleih Walt Disney Pictures |
Story
Als die vierjährige Amanda plötzlich verschwindet, beauftragt die Tante der Kleinen zwei Detektive, die der Polizei zusätzlich unter die Arme greifen sollen. Patrick und Angela sind seid Jahren ein Paar und ermitteln immer gemeinsam. Dieses Mal stehen sie jedoch vor einem schweren Fall: Nicht nur, dass sie keine Erfahrung mit Entführungen haben, auch die Tatsache, dass keine Spur zu dem Mädchen führt und auch keine Lösegeldforderung vorliegt, erschwert die Suche erheblich. Zunächst ärgern sich die ermittelnden Cops über die zwei Amateure, die ihnen scheinbar nur im Weg herumstehen, doch schon bald müssen sie feststellen, dass ihnen dadurch vollkommen neue Wege eröffnet werden. Patrick hat Kontakte zur Unterwelt der Stadt und stößt damit schnell auf eine heiße Spur…
Schauspieler
Casey Affleck, Michelle Monaghan, Morgan Freeman, Robert Wahlberg, Amy Ryan, Amy Madigan, John Ashton, Ed Harris, Mark Margolis, Tom Kemp, Jay Giannone, Matthew Maher
Filmkritik von Kathrin Lang
Beinahe wäre „Gone Baby Gone“ nicht in unsere Kinos gekommen. Die Geschichte erinnere zu sehr an die Entführung der kleinen Madeleine in Portugal und sei deshalb noch nicht reif für die Öffentlichkeit. Wie falsch die Leute liegen, die dies behauptet haben, wird erst nach der Filmsichtung klar. „Gone Baby Gone“ setzt sich mehr als nur verantwortungsbewusst mit dem Thema Kindesentführung auseinander und ist gerade wegen seiner enormen Brisanz ein solch wichtiger Bestandteil der derzeitigen Diskussion in den Medien. Was uns Ben Affleck mit seinem Regiedebüt auf dieLeinwände gebracht hat, kann nur als wahre Glanzleistung bezeichnet werden. Nicht nur, dass „Gone Baby Gone“ ein spannender und sehr wendungsreicher Thriller ist, auch die Thematik dieses Filmes weiß ihren Zuschauer zu fesseln - Nicht zuletzt, weil sie ihn zum Mitdenken anregt und letztendlich eine Stellungnahme von ihm fordert. Immer wieder entfachen auf der Leinwand, und somit auch im Kopf des Zuschauers, Diskussionen über Recht und Unrecht, über moralisch korrektes und unkorrektes Verhalten. Auf welcher Seite soll man stehen, auf welcher Seite darf man stehen und schlussendlich: Für welche Seite entscheidet man sich? Diese Entscheidung fällt nicht leicht, was aber auch keinesfalls anders gewollt ist, liegen richtig und falsch doch so nahe beieinander, dass man den Unterschied kaum mehr wahrnehmen kann.
Leider wirkt Hauptdarsteller Casey Affleck in seiner Rolle ein wenig deplaziert. Seine Gesichtszüge sind so makellos, sein Erscheinen so rein – man kann ihn zu Beginn nur schwerlich mit dem Charakter, den er darstellt, koordinieren. Einen etwas grimmigeren oder gar böseren Blick hätte man stattdessen lieber auf der Leinwand gesehen. Je länger dieser Film jedoch dauert, desto mehr freundet man sich mit dem sanften Spiel von Casey Affleck an, bis man sich am Schluss kaum noch einen anderen Mimen für diese Rolle vorstellen kann. Aber so ist das mit „Gone Baby Gone“ – Man braucht Geduld mit ihm, muss ihm Zeit zur Entfaltung geben. Auch die Story braucht ihre Zeit, bis sie gänzlich rund läuft und ihren Zuschauer mit sich reißen kann. Ist man jedoch erst gefangen im spannenden und hochbrisanten Geflecht dieses Filmes, wird man begeistert sein und noch lange über das Gesehene reflektieren.
Wissenswertes
Die Buch-Vorlage, „Kein Kinderspiel“, stammt aus der Feder des vielfach ausgezeichneten „Mystic River“ Autors Dennis Lehane und wurde von Affleck und Aaron Stockard zum Drehbuch adaptiert.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Nebendarstellerin (Amy Ryan)
OSCAR-Nominierungen
Beste Nebendarstellerin (Amy Ryan)
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Kommentare
Karsten schreibt am 25.06.08, 19:02
Packend, spannend, gut gespielt. Der Film ist ein kleines Meisterwerk - von der Story bis hin zu den absolut klasse spielenden Darstellern. Dabei beweist der Film einen Tiefgang, der den Zuschauer auch noch Tage nach dem Ansehen vor die eine Frage stellt: Was ist richtig, was ist falsch?
