Hairspray (1988)

Hairspray

Filmplakat Hairspray (1988)
Regie John Waters  Drehbuch John Waters  Produzent Rachel Talalay 
Genre Musikfilm  FSK Filmlänge 92 min
Land USA  Kinostart 04.08.1988  DVD-Start 30.06.1990  Verleih Arsenal Filmverleih

Story

Baltimore im Jahr 1962. Die beiden Teenies Tracy und Penny tanzen regelmäßig vor dem Fernseher zur populären Cornie Collins Show und träumen davon, selbst auch einmal vor laufender Kamera ihr Können in der Show unter Beweis stellen zu dürfen. Vor allem Tracy Turnblad tanzt, was das Zeug hält und hat den Groove im Blut. Das Problem ist nur, dass sie nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht – Tracy ist klein und dick und hat deshalb kaum Chancen, eine Tänzerin zu werden. Auch ihre Mutter, die selbst mit überschüssigen Pfunden zu kämpfen hat, hält wenig von Tracys Träumen von einer Tanzkarriere. Doch dank Tracys eisernem Willen und dem Glauben an ihr eigenes Können gelingt es ihr, in die Tanztruppe von Cornie Collins aufgenommen zu werden. Bald schon wird sie zur ernsthaften Konkurrentin der hochnäsigen und überheblichen Amber van Tussle, die bisher der unangefochtene Star der Show war. Auch deren Freund Link Larkin schwingt lieber das Tanzbein mit Tracy, was in Amber schlimmste Rachegelüste weckt. Zusammen mit Mutter Velma versucht sie, Tracys Auftritte zu sabotieren, denn schließlich kämpfen sie beide nun um den Titel der „Miss Autoshow“.

Währenddessen regt sich allmählich auch der Widerstand der farbigen Tänzer. Denn trotz der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gegen die Rassentrennung, dürfen die nur einmal im Monat, am so genannten Negro-Day, an der Cornie Collins Show teilnehmen. Als Tracy davon erfährt, ist sie fassungslos über so viel Ungerechtigkeit und nimmt an einer Demonstration gegen die Rassentrennung teil…

Schauspieler

Hairspray (1988) Sonny Bono, Ruth Brown, Divine, Debbie Harry, Ricki Lake, Jerry Stiller, Colleen Fitzpatrick, Michael St. Gerard, Leslie Ann Powers, Clayton Prince, Mink Stole, Shawn Thompson, Ric Ocasek, Pia Zadora, Joann Havrilla

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 4 von 5 Ms Hairspray (1988) „Hairspray“ verdankt seinen Erfolg in erster Linie der grandiosen Besetzung, die von Anfang an gute Laune verbreitet und jede Menge Spaß macht. Ricki Lake als sonnige Frohnatur Tracy Turnblad, die an ihr großes Talent glaubt und ohne Zögern die Chance nutzt, das unter Beweis zu stellen, der Travestiestar Divine als Edna Turnblad, Debbie Harry (Blondie) als intrigante Velma van Tussle, Chers Ex-Mann Sonny Bono als Ambers stinkreicher Vater und Jerry Stiller als Tracys Vater – sie alle spielen mit einer Leidenschaft und Hingabe, die dieser Komödie einfach nur gut tut.

Doch wenn „Hairspray“ auch vordergründig wie eine schrille Teenie-Komödie wirken mag, befasst sich der Film doch vielmehr mit einem sehr wichtigen und immer noch aktuellen Thema: Es geht hier um die Ausgrenzung aufgrund von sozialer Schicht, Aussehen und vor allem auch der Hautfarbe. „Hairspray“ spielt Anfang der Sechzigerjahre, einer Zeit, in der Afroamerikaner in den USA immer noch wie Menschen zweiter Klasse behandelt wurden. Regisseur und Drehbuchautor John Waters symbolisiert gerade mit der Überzeichnung vieler Szenen den Rassenhass und auch die Ausgrenzung von Menschen, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Zudem macht er deutlich, dass diese Vorurteile immer noch bestehen, wenn auch im übertragenen Sinne. „Hairspray“ zeichnet neben allem Klamauk und der stets vorhandenen guten Laune ein Bild von Amerika im Besonderen und unserer Gesellschaft im Allgemeinen, das mehr als erschreckend ist. Die Botschaft, die am Ende steht, ist gerade deshalb unglaublich wichtig. „Hairspray“ stellt Ignoranz und Überheblichkeit an den Pranger und zeigt, wie wichtig Toleranz und Verständnis für andere sind. Denn erst ein buntes Gemisch vieler verschiedener Richtungen und Lebensformen machen doch unsere Welt so interessant und aufregend.

Wissenswertes

Hairspray (1988) "Hairspray" wurde 1989 in sechs Kategorien für den Independent Spirit Award nominiert, darunter Regie und Drehbuch, für die John Waters verantwortlich war. 1988 wurde John Waters für einen Preis des Sundance Film Festivals nominiert.

2002 wurde das Musical "Hairspray", dessen Handlung auf dem Film basiert, am Broadway aufgeführt. Die Verfilmung dieser Bühnenversion kam 2007 mit "Hairspray" in die deutschen Kinos.



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