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Kleiner Mann, ganz groß
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Regie
Bernhard Springer
Produzent
Helmuth Kastner
Genre Dokumentation Filmlänge 89 min Land Deutschland DVD-Start 18.11.2003 Verleih Kinowelt |
Story
In "Kleiner Mann, ganz groß" wird die Karriere eines der beliebtesten Schauspieler unseres Landes gezeigt. Heinz Rühmann starb 1994 im Alter von 91 Jahren. Das ist sein Leben...
Sein Kinodebüt gab Heinz Rühmann 1926 in dem Stummfilm „Das deutsche Mutterherz“. Der große Durchbruch gelang dann 1930 mit dem ersten deutschen Tonfilm „Die Drei von der Tankstelle“. Die Rolle des durchschnittlichen Kleinbürgers, der sich durch allerhand Verwicklungen und mit viel Humor zum Happy End kämpft, sollte zu seinem Markenzeichen werden. Das Publikum liebte diese Art der Komödien und es liebte seine Galionsfigur Heinz Rühmann. Unvergessen sind Filme wie „Quax, der Bruchpilot“ oder die Figur des Pfeiffers mit drei „F“ aus „Die Feuerzangenbowle“. Für letzteren Film erreichte Rühmann die Spielfreigabe direkt beim Führerhauptquartier, da dieser wegen „Respektlosigkeit gegen Autoritäten“ von den Nazis eigentlich verboten wurde. Die Rolle Rühmanns während der Zeit des Nationalsozialismus ist bis heute sehr umstritten. Der Schauspieler bezeichnete sich selbst als unpolitisch und ließ sich dennoch in der Zeit des Zweiten Weltkrieges für die NS-Propaganda einspannen. Er arrangierte sich mit den Nazis, ließ sich sogar von seiner ersten Frau, einer Jüdin, scheiden. (Auszug aus der Biographie auf Moviesection.de)
Schauspieler
Filmkritik von Thomas Ays
Die 89minütige Dokumentation „Kleiner Mann, ganz groß“ zeigt die verschiedenen Stationen des Lebens von Heinz Rühmann eindrucksvoll und beeindruckend. Erst nachdem der Film zu Ende ist, wird einem bewusst, wie „groß“ dieser Mann eigentlich war. Ein Steh-auf-Männchen, der sich nicht unterkriegen ließ, ein Ehemann und Vater, und: Eben ein Schauspieler, nein, mehr noch: Heinz Rühmann war ein Unterhalter, ein Sympathieträger und Lebemann.
Der einzige Kritikpunkt, wenn man es denn so nennen will, ist, das man auch hier kaum etwas aus der NS-Zeit erfährt. Hier agiert einzig der Sprecher aus dem Off, Rühmann wird hierzu nicht befragt, was schade ist. Gerne hätte man noch einmal einen Satz, oder zwei, zu dieser Schreckensherrschaft (und seiner Rolle darin) erfahren.
Dennoch ist „Kleiner Mann, ganz groß“ eine wahrhaft sehenswerte Doku über einen großen (kleinen) Deutschen: Heinz Rühmann.
