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Die Russen kommen! Die Russen kommen!
The Russians Are Coming the Russians Are Coming
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Regie
Norman Jewison
Drehbuch
William Rose
Produzenten
Norman Jewison, Walter Mirisch
Genre Satire FSK 6 Filmlänge 125 min Land USA Kinostart 29.09.1966 DVD-Start 18.01.2005 Verleih MGM |
Story
Nur einmal einen Blick auf Amerika werfen. Der Wunsch des russischen U-Boot-Kapitäns wird für ihn und seine Besatzung zum Desaster, läuft der Kahn doch vor der Küste Neuenglands, nahe der Insel Gloucester Island, auf eine Sandbank auf. Unter Führung von Leutnant Rozanov, dem ersten Offizier, wird ein kleiner Trupp Matrosen an Land gebracht, damit sie im nächsten Hafen ein Motorboot zum Freischleppen organisieren. Die Landung auf amerikanischem Hoheitsgebiet läuft leider nicht ganz so diskret, wie Rozanov sich das vorgestellt hat und schon bald ist die ganze Insel an einem Sonntag zum Ende des Sommers in heller Aufregung, weil alle an eine Invasion der Russen glauben.
Schauspieler
Alan Arkin, Carl Reiner, Eva Marie Saint, Brain Keith, Theodore Bikel, Jonathan Winters, Tessie O´Shea, John Philip Law, Ben Blue, Andrea Dromm, Sheldon Collins
Filmkritik von Melanie Frommholz
Zwei gewonnene Golden Globes und vier OSCAR-Nominierungen konnte die Romanverfilmung „Die Russen kommen! Die Russen kommen!“ seiner Zeit für sich verbuchen. 1966 bei Kinostart war der Kalte Krieg in vollem Gange und die Ressentiments zwischen Amerikanern und Sowjet-Bürgern brodelten. 1961 war die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland errichtet worden und man beäugte sich auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs kritisch. Da kam die Satire unter der Regie von Norman Jewison, der nur ein Jahr später mit „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ zu Weltruhm gelangen sollte, gerade richtig. Gekonnt und auch aus heutiger Sicht nach wie vor ungemein köstlich nimmt der Streifen die herrschende Hysterie bezüglich einer russischen Bedrohung auf die Schippe und karikiert die reflexartige Panik der Bürger, die auf bloßen Zuruf hin schon die Bürgerwehren ins Leben rufen, um sich gegen eine vermeintliche Invasion zu wehren. William Rose hat in seinem Drehbuch Vorurteile und Patriotismus gut getroffen und so ist „Die Russen kommen! Die Russen kommen!“ nicht bloß eine stellenweise doch übertriebene Komödie sondern auch eine treffsichere Beobachtung. Was die Länge der Geschichte angeht haben es Norman Jewison und William Rose allerdings etwas zu gut gemeint und so verliert der Film in der zweiten Hälfte an Schwung.
Die Begeisterung für „Die Russen kommen! Die Russen kommen!“ ist sicherlich zu einem guten Teil der Zeit und ihrer Atmosphäre geschuldet, in der er entstanden ist, dennoch unterhält der Streifen auch nach dem Ende des Kalten Krieges, nicht zuletzt dank guter Darsteller wie Alan Arkin, Carl Reiner oder Eva Marie Saint.
Wissenswertes
Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Nathaniel Benchley.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Newcomer (Alan Arkin), Bester Newcomer (John Phillip Law), Bestes Drehbuch (William Rose)
Gewonnene Golden Globes
Bester Film - Musical / Comedy, Bester Schauspieler - Musical / Comedy (Alan Arkin)
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Bester Schauspieler (Alan Arkin), Bestes Drehbuch (Adaption), Bester Schnitt
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