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Homo Faber
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Regie
Volker Schlöndorff
Drehbuch
Volker Schlöndorff, Rudy Wurlitzer
Produzent
Eberhard Junkersdorf
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 117 min Land Deutschland, Frankreich, Großbritannien Kinostart 21.03.1991 DVD-Start 06.02.2009 Verleih Tobis |
Story
Homo Faber ist Techniker – und das mit Leib und Seele. Natur und Frauen ekeln ihn geradezu an. Kurzum: Homo Faber ist einer der rational denkenden Menschen auf dieser Welt. Wenn andere ihrer Fantasie freien Lauf lassen, kann er das nur begrenzt nachvollziehen. Faber sieht die Dinge wie sie sind – und nicht wie sie vielleicht sein könnten. Nachdem ihm jedoch eine ganze Reihe von Zufällen passiert, ändert sich seine Art zu Denken von Grund auf. Auf einmal sieht Homo Faber die Welt nicht mehr aus einer vollkommen rationalen Sicht. Dieser Wandel verhilft ihm dazu, endlich sein Leben leben zu können...
Schauspieler
Sam Shepard, Julie Delpy, Barbara Sukowa, Dieter Kirchlechner, Traci Lind, Deborra-Lee Furness, August Zirner, Thomas Heinze, Bill Dunn
Filmkritik von Kathrin Lang
„Homo Faber“, die gleichnamige Verfilmung des bekannten Werkes von dem Schweizer Autor Max Frisch, ist eine von dem Autorenfilmer Volker Schlöndorff recht freie Interpretation eines großes Werkes, das international schon seit vielen Jahrzehnten für Aufsehen sorgt. Die Figur Homo Faber, wie wir sie aus Max Frischs Werk kennen, gibt es in der gleichnamigen Verfilmung weite Strecken über nicht. Die Figur Faber wurde von Schlöndorff anders gezeichnet, als es die Buchvorlage vorgegeben hat. Insofern gibt es immer wieder ganze Passagen in dieser Literaturverfilmung, die nicht im Geringsten etwas mit dem dazugehörigen Roman zu tun haben. Schüler, die glauben durch die Sichtung dieses Filmes um die Buchvorlage herumzukommen, werden demnach einige Probleme bekommen. Hier empfiehlt es sich zur Literatur zu greifen – nicht nur einer guten Note wegen. Volker Schlöndorff gelingt es leider nicht, den besonderen Charme, der Max Frischs Werk innewohnt, auf seine Verfilmung zu übertragen. Es gibt viele literarische Werke, die unverfilmbar scheinen. Max Frischs „Homo Faber“ gehört definitiv dazu.
Wissenswertes
Volker Schlöndorffs „Homo Faber“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Max Frisch. Nach der Romanveröffentlichung im Herbst 1957 entwickelte sich Frischs „Homo Faber“ zu einem Bestseller und gilt heute als eines der bekanntesten Prosawerke des Schweizer Autors. „Homo Faber“ wurde in viele Sprachen übersetzt.

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