Walk Hard: Die Dewey Cox Story

Walk Hard

Filmplakat Walk Hard: Die Dewey Cox Story
Regie Jake Kasdan  Drehbuch Jake Kasdan, Judd Apatow  Produzenten Jake Kasdan, Judd Apatow, Clayton Townsend 
Genre Parodie  FSK 12  Filmlänge 96 min
Land USA  Kinostart 13.03.2008  DVD-Start 21.08.2008  Verleih Sony Pictures

Story

Erzählt wird die komisch tragische Lebensgeschichte von Dewey Cox – ein Ausnahmemusiker, wie er im Bilderbuch steht.

Als der kleine Dewey mit acht Jahren versehentlich seinen Bruder beim Spielen tötet, wird er fortan vor allem von seinem Vater geächtet. Deweys Vater wird nicht müde zu sagen, dass der falsche der beiden Söhne gestorben ist und treibt damit seinen noch übrig gebliebenen Sprössling in die Verzweiflung. Erst als Dewey sein Talent als Gitarrist und Sänger erkennt, beginnt für ihn das Leben. Mit fünfzehn arbeitet er in einem Club, in dem immer wieder Bands auftreten. Als einer der Sänger ausfällt, ergreift Dewey seine Chance und springt ein. Während seinem Auftritt wird er von zwei Plattenproduzent entdeckt, die Dewey sogleich ins Tonstudio schleifen. Kurze Zeit später ist Dewey ein gefeierter Sänger. Wie so oft bringt der enorme Erfolg jedoch auch seine Schattenseiten mit sich: wilde Partys, Drogenexzesse, eine Scheidung und viel zu viele Kinder, deren Namen er nicht einmal kennt…

Schauspieler

Walk Hard: Die Dewey Cox Story John C. Reilly, Jenna Fischer, Paul Rudd, Jason Schwartzman, Jack Black, Justin Long, David Krumholtz, Harold Ramis, Kristen Wiig, Ed Helms, John Michael Higgins, Simon Helberg, Angela Little, Jack White, Craig Robinson

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Walk Hard: Die Dewey Cox Story Wir erinnern uns: Anfang 2006 kamen Joaquin Phoenix und die bezaubernde Reese Witherspoon auf unsere Leinwände, um uns mit „Walk the Line“ die Lebensgeschichte der Countrymusic-Legende Johnny Cash zu erzählen. War es nicht schön? War es nicht einfach wundervoll? Wir saßen im Kino und haben mitgelitten, zu den Songs mitgewippt und uns später über den OSCAR für Reese Witherspoon gefreut. Und nun, zwei Jahre später, kommt „Walk Hard: die Dewey Cox Show“ in unsere Kinos und zieht diesen wundervollen Film, bei dem wir noch heute ins Schmachten geraten wenn wir nur daran denken, von vorne bis hinten durch den Kakao. Eine Schande und geradezu eine schallende Ohrfeige für alle Fans von „Walk the Line“. Da bleibt die Frage, ob ein Film wie „Walk Hard: die Dewey Cox Show“ seine pure Existenz überhaupt verdient hat. Gibt es nicht genügend schlechte Filme, die es verdient hätten, dass man sie durch ihren eigenen Dreck zieht? Doch bei diesem Punkt sind wir wohl bei der Frage angekommen, die eine Parodie zumeist mit sich zieht: Ist es lustig, wenn signifikante Merkmale auf ihre Spitze getrieben und dabei ins absolut niveaulose und lächerliche gezogen werden? Zweifellos eine Frage des Geschmacks und des individuellen Humors.

Unbestritten soll bleiben, dass die „Walk Hard: die Dewey Cox Show“ sicherlich wesentliche Merkmale der Musikbranche zusammengetragen hat, die vielleicht nicht immer unterstützenswert sind – unter anderem übermäßiger Drogenkonsum und Vernachlässigung der familiären Verpflichtungen. Auch die Songs, die alle von einem überzeugenden John C. Reilly gesungen wurden, sorgen für gute Stimmung im Kinosessel – selbst wenn man bei manchem Text besser nicht all zu genau hinhören sollte. Doch feststeht, dass einem regelmäßig das Lachen im Hals stecken bleibt, wenn die Witze auf Kosten großartiger Filme oder wunderbarer Musiklegenden gehen, die man doch eigentlich so sehr zu schätzen gelernt hat.

Auszeichnungen

Golden Globe-Nominierungen

Bester Schauspieler - Musical / Comedy (John C. Reilly), Bester Song ("Walk Hard")



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Kommentare

h.w.domnik schreibt am 07.08.08, 18:29
Eigentlich wollte ich den Film nach zwei Minuten abschalten. ...habe dann doch noch durchgehalten und bin froh, dass ich es nicht getan habe.
Das Grinsen ging mir fast nicht mehr aus dem Gesicht. Ich hatte einfach zu viele Leute darin erkannt und auch stellenweisse eigene Erlebnisse aus der Zeit zurückgewonnen.
Viel mehr als nur Klamauk bietet der Film. Er hat mich in meine Zeit zurückgebracht und ich habe mich entspannt erinnern können. Viele musikalische Wegbegleiter die es verdient haben in den Olymp der Genies aufgenommen zu werden. Und ich durfe Gast sein und mich schamlos amüsieren.
Danke.
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