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Ein einziger Augenblick
Reservation Road
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Regie
Terry George
Drehbuch
Terry George, Burnham Schwartz
Produzent
Nick Wechsler
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 102 min Land USA Kinostart 19.06.2008 DVD-Start 10.11.2008 Verleih Tobis |
Story
Ein einziger Augenblick und zahlreiche Menschenleben sind zerstört – oder im besten Fall, verändert. Collegeprofessor Ethan Learner muss nach einem wunderbaren Tag mit seiner Familie hilflos mit ansehen, wie sein 10jähriger Sohn Josh von einem Auto erfasst und getötet wird. Der Täter begeht Fahrerflucht.
Irgendwann muss das Leben doch weitergehen? Doch Ethan ist wie besessen, den Fahrer ausfindig zu machen und ihn zur Rechenschaft zu ziehen.
Unterdessen versucht der Unfallverursacher Dwight Arno, seine Gewissensbisse zu verdrängen. Was soll er tun? Sich stellen und sein Leben wegwerfen? Seinen Sohn verlieren, nachdem er schon seine Frau an einen anderen Mann verloren hat?
Doch es kommt noch schlimmer: Ethan sucht ausgerechnet Dwight als Rechtsanwalt aus, um den Fall bei den Behörden voranzutreiben. Die Konfrontation der beiden ist nur eine Frage der Zeit…
Schauspieler
Joaquin Phoenix, Elle Fanning, Jennifer Connelly, Mark Ruffalo, Samuel Ryan Finn, Eddie Alderson, Sean Curley, Susan Powell, Cordell Clyde, Antoni Corone, Kevin Herbst, Mira Sorvino, Gary Kohn, John Slattery, Nora Ferrari
Filmkritik von Thomas Ays
Es gibt wenige Filme wie „Ein einziger Augenblick“. Nach diesem Drama will man nämlich so gar nichts mehr tun, denn diese Geschichte verlangt seinen Zuschauern alles ab. Glaubwürdigkeit ist das Wort, das fallen muss, wenn man versucht diesen Film zu beschreiben. Unglaublich echt erzählt Regisseur Terry George seine Geschichte. Mit wenig Musik lässt der Filmemacher vor allem seine Schauspieler wirken.
Joaquin Phoenix ist nach vielen glaubwürdigen und einzigartigen Leistungen erneut fähig, diese emotional anstrengende Rolle zu meistern. Wie er das macht? Unklar. Fest steht, dass Phoenix ein Garant für wertvolle Schauspielarbeit geworden ist.
Jennifer Connelly fegt wie eine schauspielerische Naturgewalt über die Leinwand. Sie spielt ihre Figur derart leidenschaftlich, dass einem bereits nach wenigen Minuten das Wasser in den Augen steht. Connelly ist zu Recht eine OSCAR-Preisträgerin.
Ein wenig blasser, aber dennoch überzeugend, ist Mark Ruffalo. Er kann nicht ganz mit seinen starken Partnern mithalten, macht jedoch keine schlechte Figur.
„Ein einziger Augenblick“ ist großartiges und wirklich sensationelles Darstellerkino geworden, das in allen Belangen überzeugt. Die Geschichte ist aufrichtig und echt und wirkt lange, lange nach. Hier gibt es kein Gut und kein Böse. Hier werden Menschen gezeigt, die man allesamt verstehen und in die man sich hineinversetzen kann. Beeindruckend.
“Ein einziger Augenblick“: Nach diesem Film wird einem das Herz richtig schwer.
Regisseur Terry George bewies bereits mit "Hotel Ruanda", dass er genau der richtige Mann für großes und authentisches Gefühlskino ist. 