Sicko

Sicko

Filmplakat Sicko
Regie Michael Moore  Drehbuch Michael Moore  Produzenten Michael Moore, Harvey Weinstein, Bob Weinstein, Meghan O'Hara, Reyha Young 
Genre Dokumentation  FSK Filmlänge 122 min
Land USA  Kinostart 11.10.2007  DVD-Start 28.04.2008  Verleih Senator Film

Story

Die große Nation Amerika hat viele Vorzüge und gute staatliche Einrichtungen. Das Gesundheitssystem gehört nicht dazu. Der Dokumentarfilmer Michael Moore hat sich dieses Themas angenommen und erneut den Finger in eine offene Wunde gelegt. Selbst wenn man in Amerika krankenversichert ist, garantiert das nicht automatisch eine abgesicherte Versorgung im Krankheitsfall. Denn wie in so vielen anderen Bereichen, zählt auch in der Branche der Krankenversicherungen nur eines: Gewinnmaximierung! Die Bezahlung einer Behandlung eines hilfebedürftigen Menschen ist hier ein Fall, der unter allen Umständen verhindert werden sollte. Welche Auswirkungen dies auf die amerikanische Gesellschaft hat und zu welchen, teils dramatischen, Entwicklungen dies führt zeigt „Sicko“.

Schauspieler

Sicko Michael Moore

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Sicko Ein „Hoch“ auf die deutschen Krankenkassen und unser Solidarsystem!! Nach 118 Minuten Dritte-Welt-Krankenversorgung aus Amerika kann man sich wahrlich nicht mehr über Zuzahlungen oder Quartalspauschale beim Arzt aufregen. Immerhin kann ich in jedes Krankenhaus oder zu jedem Arzt gehen und bekomme die Behandlung nicht allein deswegen verweigert, weil ich eventuell die Rechnung nicht zahlen kann. Michael Moore hat in erschreckenden Bildern und anhand aufrüttelnder Geschichten aufgezeigt wie desolat die medizinische Grundversorgung in einem der führenden westlichen Industriestaaten ist. Sicherlich tut Moore das in seiner bekannten plakativen und zum Teil auch unausgewogen erscheinenden Art. Doch Erzählungen von Müttern, deren Kinder gestorben sind, weil ein Krankenhaus die lebensnotwenige Behandlung verweigerte, weil die Krankenversicherung auf einer Behandlung in einer firmeneigenen Einrichtung bestand, lassen einen einfach nicht kalt. Dabei reden wir hier von amerikanischen Bürgern, die eine Krankenversicherung haben. Wie es den rund 50 Millionen Amerikanern ergeht, die erst gar nicht in eine aufgenommen werden oder sich keine leisten können steht hier noch nicht einmal zur Debatte. Trotz aller Parteilichkeit, die Michael Moore bei seiner „Dokumentation“ an den Tag legt und selbst, wenn man nur 10 Prozent von dem, was er hier präsentiert für bare Münze nimmt, bleibt ein erschreckender Gesamteindruck über die medizinische Versorgung in Amerika zurück. Wieder einmal können wir von Glück sagen im „guten alten Europa“ zu leben, wo Menschen es noch für sinnvoll erachten in ein Solidarsystem einzuzahlen, dass es auch den ärmeren Bevölkerungsschichen ermöglicht zum Arzt zu gehen, wenn es notwenig ist. Spätestens wenn Michael Moore mit einem Fisherboot vor dem amerikanischen Stützpunkt auf Guantánamo einläuft und die gleiche medizinische Versorgung für die kranken Helfer des 11. 09 fordert wie für die inhaftierten Al-Qaida -Kämpfer wird selbst dem letzten Zweifler klar: Amerika, Land of the Free, sorgt offenbar für seine Gefangenen besser als für seine Bürger.

Auszeichnungen

OSCAR-Nominierungen

Beste Dokumentation



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