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Cassandras Traum
Cassandra's Dream
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Regie
Woody Allen
Drehbuch
Woody Allen
Produzenten
Letty Aronson, Stephen Tenenbaum, Gareth Wiley
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 108 min Land Großbritannien, USA Kinostart 05.06.2008 DVD-Start 04.12.2008 Verleih Constantin Film |
Story
Ian und Terry erfüllen sich einen lang gehegten Traum, als sie sich ein Segelboot kaufen. Auf dem Wasser ist die Welt in Ordnung. In weiter Ferne sind Terrys Wettschulden und Ian wird nicht ständig damit konfrontiert, dass er zu jenen gehört, die es nicht geschafft haben. Die Brüder sind Kinder der Londoner Arbeiterklasse. Den Traum vom großen Geld hat in der Familie nur Onkel Howard erreicht, der als Arzt in Amerika residiert. Doch dann taucht er plötzlich auf und fordert einen ungeheuerlichen Gefallen, um den beiden Brüdern wie so oft erneut aus der finanziellen Patsche zu helfen. Ian hat gerade seine Traumfrau kennen gelernt und will sie beeindrucken und auch Terry würde seiner Freundin gerne das Traumhaus kaufen. So lassen sie sich auf Howards mörderischen Deal ein. Mit unabsehbaren Folgen…
Schauspieler
Ewan McGregor, Colin Farrell, John Benfield, Hayley Atwell, Sally Hawkins, Tom Wilkinson, Clare Higgins
Filmkritik von Melanie Frommholz
Woody Allen bevorzugt nicht nur seit seinen Filmen „Match Point“ und „Scoop“ das gute alte England als Bühne für seine Geschichten, er hat auch thematisch sein angestammtes Gebiet des Liebesbeziehungsreigen verlassen und widmet sich verstärkt Fragen nach Schuld und Sühne und der Frage, wie weit man bereit ist zu gehen für seinen Traum vom großen Geld. Im Fall von „Cassandras Traum“ ist ihm das Handling dieses „anderen“ Filmstoffes nur bedingt gelungen. Zwar sind die beiden Hauptdarsteller Ewan McGregor und Colin Farrell gut gewählt und füllen ihre Parts des aalglatten Blenders Ian und des etwas naiven Spielers Terry auch gut aus, streckenweise wirken sie jedoch wie die Überzeichnung ihrer selbst und man fragt sich, will Woody Allen nun tatsächlich einen ernsthaften Krimi erzählen oder doch daraus eine ironische Überzeichnung machen? Die Inszenierung trifft in den entscheidenden Momenten nicht immer den richtigen Ton, ist mal komisch, wenn es eigentlich tragisch sein sollte und moralisch wenn mehr Biss die bessere Wahl gewesen wäre. Man wird den Eindruck nicht los, als wollte Woody Allen sich ein neues Thema erschließen und dabei seine alten Fans nicht verprellen. Ein Spagat, der nicht überzeugend gelang. So vermisst man mehr seine sonst so bissige und treffende Art die Psyche der Menschen bloß zu legen, als dass einen die Geschichte wirklich fesselt.


