Machuca, mein Freund

Machuca

Filmplakat Machuca, mein Freund
Regie Andrés Wood  Drehbuch Roberto Brodsky, Mamoun Hassan, Andrés Wood  Produzenten Gerardo Herrero, Mamoun Hassan, Andrés Wood 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 120 min
Land Chile, Südamerika  Kinostart 31.03.2005  DVD-Start 19.10.2005  Verleih Tiberius

Story

Chile im Jahr 1973: als die elitäre Privatschule St. Patrick plötzlich auch Schüler aus dem Elendsviertel aufnimmt, ist das Geschrei groß. Die Eltern der reichen Schüler können nur schwer akzeptieren, dass ihre wohlbehüteten Söhne plötzlich mit dem Grauen des Lebens konfrontiert werden sollen. Aber auch die Schüler unter sich kommen nicht richtig miteinander klar - die Barrieren zwischen Reich und Arm sind einfach zu hoch. In all dem Chaos freunden sich zwei der Jungs jedoch an und verbringen eine überraschend schöne Zeit miteinander. Als es am 11. September jedoch zu einem Militärputsch kommt, scheint es unmöglich, dass die Freundschaft zwischen den beiden Kindern weiter bestehen kann…

Schauspieler

Machuca, mein Freund Matías Quer, Ariel Mateluna, Manuela Martelli, Aline Kuppenheim, Federico Luppi, Ernesto Malbran, Tamara Acosta, Francisco Reyes, Alejandro Trejo

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Machuca, mein Freund „Machuca, mein Freund“ – ein toller Beitrag zu dem Thema Rassenkonflikte, der obendrein einen interessanten Einblick in das Chile der 1970er Jahre gewährt. Die Geschichte über Gonzalo und Pedro, zwei Kinder, die zwar zur selben Schule gehen, die aber dennoch aus zwei vollkommen unterschiedlichen Welten stammen, geht unter die Haut und erschüttert den Zuschauer. Zwei Welten prallen in ein und derselben Stadt aufeinander: arm und reich. Dass dieser Unterschied jedoch nichts über die Lebensfreude aussagt, wird im Laufe des Filmes schnell klar, scheint Pedro, der im Ghetto aufwächst, doch zufriedener mit seinem Leben zu sein, als der aus einer reichen Familie stammende Gonzalo. Am Ende dieses Filmes bleibt jedoch ein erschüttertes Publikum zurück, muss man doch erkennen, dass die „Schwachen“ am Ende dennoch die Verlierer in diesem unfairen Spiel der Macht sind.
Getragen wird die aufwühlende Geschichte von zwei sensationell guten Jungschauspielern, die ihre Rollen mit einer ungeheuren Intensität mimen und „Machuca, mein Freund“ zu einem Film werden lassen, der in der oberen Liga sein Zuhause hat. Grandiose und bewegende Filmkost, die nicht nur gut unterhält, sondern auch eine wichtige Botschaft bereithält. Nicht verpassen!



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