Kein Mittel gegen Liebe

A Little Bit of Heaven

Filmplakat Kein Mittel gegen Liebe
Regie Nicole Kassell  Drehbuch Gren Wells  Produzenten John Davis, Mark Gill, Robert Katz, Neil Sacker, Adam Schroeder 
Genre Tragik-Komödie  FSK Filmlänge 106 min
Land USA  Kinostart 06.10.2011  DVD-Start 16.03.2012  Blu-ray-Start 16.03.2012  Verleih Senator Film

Story

Marley führt ein zufriedenes Leben, das sie in vollen Zügen genießt: Sie hat nicht nur tolle Freunde, sondern liebt auch ihren Job, in dem sie zudem extrem erfolgreich ist. Eine feste Beziehung braucht Marley nicht, um ihr Lebensglück komplett zu machen – dann und wann ein Liebhaber für einige Nächte im Bett reicht ihr gänzlich aus. Ausgerechnet eine schwere Krankheit soll ihr ganzes Leben nun jedoch auf den Kopf stellen. Die Diagnose „Krebs im Endstadium“ nimmt die lebensfrohe Marley zunächst auf die leichte Schulter, doch schon bald wirft sie das drohende Ende des Lebens komplett aus der Bahn. Nicht zuletzt, weil sie erkennen muss, dass sie in dem schüchternen, aber süßen Dr. Goldstein die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben scheint…

Schauspieler

Kein Mittel gegen Liebe Kate Hudson, Gael García Bernal, Peter Dinklage, Kathy Bates, Lucy Punch, Whoopi Goldberg, Rosemarie DeWitt, Treat Williams, Romany Malco, Steven Weber

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Kein Mittel gegen Liebe Ganze sieben Jahre hat sich Regisseurin Nicole Kassell Zeit gelassen, um uns nach ihrem Regiedebüt „Der Dämon in mir“ nun ihren zweiten Spielfilm zu präsentieren. Avancierte ihr erster Film im Jahr 2004 noch zum Überraschungserfolg, wurde von Kritikern gelobt und auf Filmfestivals mit Auszeichnungen bedacht, strebt Kassell mit „Kein Mittel gegen Liebe“ wohl kaum ähnliche Aufmerksamkeit an. Ihre Tragik-Komödie rundum die todkranke Marley (Kate Hudson) verpflichtet sich jedenfalls von Anfang an dem klassischen Hollywooderzählkino und lässt auf dem romantisch-komisch-tragischen Weg zum Finale kaum ein Klischee aus.

Immerhin, oder eher höchst offensichtlich, ist Kassells „Kein Mittel gegen Liebe“ jedoch keine Mogelpackung. Allein der Filmtitel, aber auch der Trailer, bereiten den Zuschauer schon vor der ersten Szene darauf vor, was ihn beim Kinogang erwarten wird: Eine höchst tragische Geschichte, die durch reichlich Komik, aber auch Romantik im klassischen Hollywoodverfahren aufgelockert wird. Genau dies bekommt der Zuschauer letztlich auch geboten: Als Fan tragisch-komischer Hollywoodgeschichten mit ordentlichem Romantikeinschlag kommt man kaum darum herum, die lustige Marley nicht bereits nach wenigen Minuten tief ins Herz zu schließen. Ist sie erst einmal dort gefangen, gibt es auch kein Entkommen mehr. Das schwere Schicksal, von dem Marley heimgesucht wird, aber auch die freudigen Momente ihres Lebens, bewegen den Zuschauer und nehmen ihn mit auf eine emotionale Reise, die zunächst komisch ist, dann jedoch unweigerlich auf ein tragisches Ende zusteuert, dem aber immer wieder Positives abgewonnen wird. Dass sich dabei jede Wendung in der Story bereits meilenweit zuvor ankündigt, spielt klassischerweise schon bald keine Rolle mehr. Ist doch auch egal, denn endlich dürfen im Kinosessel mal wieder ungeniert die dicken Kullertränen fließen. Schämen muss sich dafür gewiss keiner, denn nur allzu offensichtlich hatten Nicole Kassell und ihr Drehbuchschreiber Gren Wells genau das als Ziel im Sinn. Jedenfalls gestalten sich die letzten 30 Filmminuten, mit all den herzergreifenden Abschiedsszenarien, als Freifahrtschein zum ordentlich Mitleiden.

„Kein Mittel gegen Liebe“: hier bekommt der Zuschauer genau das geboten, was zuvor angepriesen wurde. Genrefans dürfen sich auf eine in vielerlei Hinsicht emotionale Tragik-Komödie mit viel Kitsch und in nahezu lupenreiner Hollywoodmanier freuen. Alle anderen sind im Saal nebenan mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit besser aufgehoben.

Wissenswertes

Kein Mittel gegen Liebe "Kein Mittel gegen Liebe" ist nach "Der Dämon in mir" (2004) der zweite Spielfilm von Regisseurin Nicole Kassell.



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