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Ich wollte nicht töten (TV)
Ich wollte nicht töten
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Regie
Dagmar Hirtz
Genre Thriller FSK - Filmlänge 87 min Land Deutschland, 2006 Verleih ZDF |
Story
Die Berliner Starreporterin Meike Marndorfer wird geradezu von der ihr völlig unbekannten Lena Kehl bedrängt, die angeblich eine interessante Geschichte für sie habe. Doch Lena hat keine Zeit für die junge Frau und muss kurz darauf mit ansehen, wie diese nach einem Streit mit einem älteren Mann vor ein Auto läuft und überfahren wird. Neugierig geworden, beginnt Meike zu recherchieren und fährt schließlich in Lenas Heimatort Neubrandenburg. Dort lernt sie Lenas Freund Robert kennen, der ihr zunächst nur mit Misstrauen begegnet. Auch Lenas Vater ist nicht bereit, der jungen Reporterin Auskünfte zu geben. Eines ist Meike jedenfalls schnell klar - hier versucht irgendjemand, etwas vor ihr zu verbergen. Mit Roberts Unterstützung gelingt es ihr aber doch, an nähere Informationen zu kommen - und muss erkennen, dass diese Geschichte viel mehr mit ihr selber zu tun hat, als ihr lieb ist.
Schauspieler
Jessica Schwarz, Hinnerk Schönemann, Gerald Alexander Held, Martin Feifel, Inga Birkenfeld
Filmkritik von Stefanie Rufle
Dieser Verschwörungskrimi, der sich mit einem düsteren Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte auseinandersetzt, kann zwar nicht durchweg fesseln, ist aber doch insgesamt gut und spannend gemacht. Dem Zuschauer bietet sich hier jede erdenkliche Gelegenheit zum Miträtseln - und er wird sich daran die Zähne ausbeißen! Soviel sei verraten: der Thriller nimmt eine völlig unvorhersehbare Wendung und überrascht mit einer intelligenten Mischung aus Zeitgeschichte und durchaus schlüssigen Verschwörungstheorien. Jessica Schwarz wirkt zwar als Starreporterin mitunter etwas zu tough und dadurch leider manchmal ein wenig unglaubwürdig. Doch insgesamt macht sie ihre Sache ganz gut, und Hinnerk Schönemann als misstrauischer KFZ-Mechaniker ist ganz gewiss eine gelungene Besetzung. Insgesamt hat "Ich wollte nicht töten" so einiges an Spannung und Hintergrundinformationen zum Thema Vergangenheitsbewältigung zu bieten. Schade nur, dass das nicht ganz über die eine oder andere Ungereimtheit hinwegtäuschen kann.
