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Stargate Universe (TV-Serie) - Staffel 2
Stargate Universe - Season 2
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Regie
Andy Mikita, William Waring, Robert Carlyle, Alex Chapple, Robert C. Cooper, Peter DeLuise, Helen Shaver
Drehbuch
Joseph Mallozzi, Paul Mullie, Robert C. Cooper, Carl Binder, Brad Wright, Remi Aubuchon, Linda McGibney
Produzent
John G. Lenic
Genre TV-Serie (Science-Fiction) FSK 16 Filmlänge 840 min Land USA, 2010-2011 DVD-Start 28.10.2011 Verleih MGM |
Story
Auf der Destiny herrscht Chaos. Chloe liegt angeschossen im letzten Winkel das riesigen Antikerschiffes, Telford und T.J. wurden ebenfalls verletzt, Scott und Greer befinden sich auf der Außenhülle des Schiffes und versuchen durch eine Luke wieder hinein zu gelangen und Brody und Rush verstecken sich in einem Nebenkontrollraum. Der Rest der Crew wurde nach dem Überfall der Luzianer Allianz gefangen genommen und weggesperrt. Colonel Young und Doktor Rush schmieden Pläne, wie man die Kontrolle über das Schiff zurückerlangen könnte. Als dies gelingt, steht die Crew aber vor neuen Problemen. Wohin soll man mit den überlebenden Angreifern der Luzianer Allianz? Wem von ihnen kann man vertrauen? Wie geht es den verletzten Crewmitgliedern? Die Kette an Problemen reißt nicht ab. Hinzu kommt, dass Rush die Brücke der Destiny findet und volle Kontrolle über das Schiff erlangt, dies seinen Kollegen aber verheimlicht. Erst ein Angriff der fremden Spezies zwingt ihn dazu, seine Geheimnisse offen zu legen, womit er erneut Misstrauen unter der Crew säht…
Schauspieler
Robert Carlyle, Louis Ferreira, David Blue, Brian J. Smith, Elyse Levesque, Alaina Huffman, Jamil Walker Smith, Lou Diamond Phillips, Ming-Na, Julie McNiven, Mike Dopud, Kathleen Munroe, Robert Knepper, Peter Kelamis, Leanne Adachi, Alisen Down, Haig Sutherland, French Stewart, August Schellenberg, Reilly Dolman, Katie Findlay, Vincent Gale, Patrick Gilmore, Jennifer Spence, Reiko Aylesworth, Bill Dow, Victor Garber, David Hewlett
Kritik von Sascha Koch
Nach 17 glorreichen Jahren erleidet „Stargate“ mit der dritten und letzten Serie einen leisen Tod. Keiner hätte 1994 nach Roland Emmerichs Kinofilm gedacht, dass der Titel „Stargate“ eine Instanz im Science-Fiction Genre werden und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt begeistern würde. Doch mit „Stargate Universe“ findet diese Erfolgsgeschichte ein bitteres und harsches Ende. Gut gestartet, verlor die Serie rapide an Zuschauern. Schon Mitte der zweiten Staffel war den meisten Fans schon klar, dass eine dritte Staffel kaum mehr denkbar ist. Einzig die Produzenten schienen weiterhin auf diesen Irrglauben zu beharren. Anders lässt es sich nicht erklären, dass „Stargate Universe“ mit einem Cliffhanger endet und keinerlei Abschluss und keine Würdigung für 17 Jahre „Stargate“ beinhaltet. Auch SyFy zeigte sich hier sehr kaltherzig, wartete man doch mit der Absetzungsmeldung bis es zu spät war, um der Serie ein rundes Ende zu verleihen. Die Schauspieler erfuhren von der Absetzung sogar erst über Twitter oder Facebook. Leider ein zu häufiges Bild in der heutigen Serienwelt.
Wenn man aber Fehleranalyse für die komplette Serie betreiben will, muss man SyFy als Sender außen vor lassen, da hier wirklich nicht an Kosten und Mühen gespart wurde, um ein großes Projekt auf die Beine zu stellen. Der Fehler liegt im kreativen Bereich bei Robert C. Cooper und Brad Wright, denen es zwar anzurechnen ist, dass sie mit „SGU“ eine neue Richtung einschlagen wollten, die es jedoch rein konzeptionell nicht schaffen konnten, die Serie schnell genug auf Kurs zu bringen. Die erste Staffel als Selbstfindungstrip der Produzenten war demnach langweilig und verlor so zu viele Zuschauer, um die Leistungssteigerung in der zweiten Staffel, die ohne Frage kam, nutzen zu können. Hinzu kommt ein unglaublich dümmlich agierender Joseph Mallozzi, der den Fans noch Hoffnungen auf eine dritte Staffel oder TV-Filme machte, wo längst nichts mehr war.
Doch bei aller Schuld, die bei den kreativen Köpfen von „Stargate“ liegt, muss man fair bleiben. Denn die zweite Staffel hält wesentlich mehr bereit, als die Erste. Anfangs noch etwas orientierungslos, findet die Staffel Episode für Episode immer mehr in ihren Rhythmus, das Gesamtkonzept wird immer deutlicher und die Charaktere werden facettenreicher. Besonders die zweite Hälfte der Staffel offenbart das konzeptionelle Potential, welches wider Erwarten doch noch in „Stargate Universe“ steckt beziehungsweise für weitere Staffeln gesteckt hätte. Besonders mit Sicht auf die letzten Episoden, besonders hervorzuheben sind hier die genial geschrieben und umgesetzten Folgen „Verwandtschaft“ und „Epilog“, wird es für den Fan immer bitterer. Die Serie hat es drauf, das wird hier immer klarer. Für eine dritte Staffel hätte die Serie ohne Zweifel vieles bereit gehalten. Doch es sollte eben nicht sein, sodass die Staffel mit einem ganz stillen, leisen und unscheinbaren Cliffhanger dahinschwebt und jegliches Potential in den Weiten des Weltalls entschwinden lässt.
Während sich die Serie in der zweiten Staffel erzählerisch findet, kann „Stargate Universe“ seine Stärke aus der ersten Staffel definitiv mitnehmen: Die technische Umsetzung. Seit „Battlestar Galactica“ gab es keine Science-Fiction-Serie, die so hochwertig umgesetzt wurde, wie das zweite „Stargate“ Spin-Off. Eine exzellente und lebhafte Kameraführung, ein atemberaubendes und authentisches Set-Design, makelloser Schnitt, beeindruckende Sounds und einprägsame und von Joel Goldsmith erstklassig komponierte musikalische Untermalungen. Hinzu kommt bei den visuellen Effekten eine wahnsinnig gute Qualität. Wilde Kamerafahrten über die Destiny, während sie sich den Weg freischießt oder das kreieren neuer Welten oder animierter Aliens: „Stargate Universe“ macht optisch sehr viel her und ist ein Genuss für jeden Fan. Die Faszination Weltraum wird hier durch beeindruckende Bilder neu belebt.
Abseits der Arbeiten hinter der Kamera, machen auch die Leute vor der Kamera einen guten Job. Robert Carlyle gelingt es mittlerweile schauspielerisch Akzente zu setzen. Aber auch Louis Ferreira, Alaina Huffman oder Ming-Na überzeugen durch eine ordentliche Darstellung. So ist auch hier die Möglichkeit gegeben, persönliche Dramen schauspielerisch glaubhaft und lebhaft umzusetzen – ein Punkt, der in der ersten Staffel noch deutlich mehr Schwierigkeiten bereitete.
Insgesamt gesehen ist die zweite Staffel um Einiges besser, als noch die erste. Es offenbart sich vor allem gegen Schluss viel Potential, um das es wirklich schade ist. Die Serie brauchte einige Zeit, um sich zu entwickeln. Zu viel Zeit, für heutige Verhältnisse. Zeiten, in denen sich eine Serie über drei, vier oder gar fünf Staffel aufbauen konnte, sind vorbei, womit „Stargate Universe“ an seiner ersten schwachen Staffel scheitert. Klare Fehler bei den Produzenten und ein schlicht und ergreifend schlechtes Timing in jeglicher Hinsicht kosteten dem zweiten Spin-Off den Kragen, auch wenn das Grundinteresse der Zuschauer da war. So können sich die Fans, die der Serie noch nicht den Rücken gekehrt haben, noch an den letzten Episoden erfreuen, bevor die Blase platzt und aus dem Hoffnungsträger ein großer Flop wird. In jeder Hinsicht ein bitteres und streckenweise auch unfaires Ende für „Stargate Universe“.
Was „Stargate“ in seiner Gesamtheit angeht, so kann man stolz auf 17 erfolgreiche und sehr unterhaltsame Jahre zurückblicken, die Fans auf der ganzen Welt gefunden haben und der Science-Fiction auch die ein oder andere unvergessliche Stunde beschert haben. Mit dem Fall von „Stargate Universe“ geht eine Ära zu ende, die so einen Abschluss sicher nicht verdient hat, aber trotzdem vieles hat, worauf man stolz sein kann. Und dazu zählen auch Robert C. Cooper und Brad Wright, denen man diese Leistung trotz des „SGU“-Debakels groß anrechnen sollte. Danke, für 14.720 Minuten toller Sci-Fi Unterhaltung.
Wissenswertes
„Stargate Universe“ erzielte im Durchschnitt sehr schlechte 1,02 Millionen Zuschauer. Deshalb wurde die Serie von SyFy nicht um eine dritte Staffel verlängert und somit abgesetzt. Dies geschah zu so einem späten Zeitpunkt, dass es keine Möglichkeit mehr gab, die Serie abzuschließen. Damit endet „Stargate Universe“ mit einem Cliffhanger nach Staffel zwei. Optionen für eine dritte Staffel oder TV-Filme gibt es, nach anfänglichen Spekulationen, nicht mehr. Dies gilt auch für die Serien „Stargate: SG-1“ und „Stargate Atlantis“, womit klar ist, dass das Franchise mit der Absetzung von „Stargate Universe“ nach insgesamt 17 Jahren, 17 Staffeln, 354 Episoden, einem Kinofilm und zwei TV-Filmen sein vorläufiges Ende findet. Das Serienfinale am 9. Mai 2011 wurde von nur noch 1,13 Millionen Menschen gesehen.
Hauptdarsteller Robert Carlyle führte in der zweiten Staffel bei einer Episode selbst Regie. Darüber hinaus sind in der zweiten Staffel die „Stargate“-Stars Bill Dow und David Hewlett zu sehen.
Episodenguide:
• Intervention (3)
• Nachwirkungen
• Angedockt
• Pathogener Keim
• Wucherungen
• Der Test
• Das Große Ganze
• Hass
• Scheinleben
• Unerwartetes Wiedersehen (1)
• Erlösung (2)
• Zwillingsschicksale
• Bündnisse
• Hoffnung
• Trojanische List
• Die Jagd
• Verwandtschaft
• Epilog
• Blockade
• Im Ruhezustand
Das Franchise umfasst folgende Serien:
"Stargate Universe" umfasst folgende Staffeln:
Stargate Universe (TV-Serie) - Staffel 1
Stargate Universe (TV-Serie) - Staffel 2
"Stargate SG-1" umfasst folgende Staffeln:
Stargate SG-1 (TV-Serie)
- Staffel 1
Stargate SG-1 (TV-Serie)
- Staffel 2
Stargate SG-1 (TV-Serie)
- Staffel 3
Stargate SG-1 (TV-Serie)
- Staffel 4
Stargate SG-1 (TV-Serie)
- Staffel 5
Stargate SG-1 (TV-Serie)
- Staffel 6
Stargate SG-1 (TV-Serie)
- Staffel 7
Stargate SG-1 (TV-Serie) - Staffel 8
Stargate SG-1 (TV-Serie) - Staffel 9
Stargate SG-1 (TV-Serie)
- Staffel 10
"Stargate Atlantis" umfasst folgende Staffeln:
Stargate Atlantis (TV-Serie) - Staffel 1
Stargate Atlantis (TV-Serie) - Staffel 2
Stargate Atlantis (TV-Serie) - Staffel 3
Stargate Atlantis (TV-Serie) - Staffel 4
Stargate Atlantis (TV-Serie) - Staffel 5
Auszeichnungen
Emmy Nominierungen: Beste visuelle Effekte („Angedockt“)
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