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Die Chroniken von Erdsee
Gedo Senki
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Regie
Goro Miyazaki
Drehbuch
Goro Miyazaki, Keiko Niwa
Produzent
Toshio Suzuki
Genre Animation FSK 6 Filmlänge 115 min Land Japan Kinostart 08.11.2007 DVD-Start 03.03.2008 Verleih Universum Film |
Story
Die Welt Erdsee steht am Abgrund. Das Gleichgewicht der Dinge ist nachhaltig gestört. Erzzauberer Sperber hat sich daher auf den Weg gemacht die Ursache hierfür zu ergründen. Auf seinem Weg trifft er den jungen Arren. Der Prinz von der Insel Gont ist vor seinen Ängsten und einer schlimmen Tat auf der Flucht. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche und treffen bald auf den finsteren Zauberer Cob, der die Tür zur Welt der Toten aufgestoßen hat, um endlich seinen Traum vom ewigen Leben zu erfüllen.
Schauspieler
Synchronsprecher:, Ekkehardt Belle, Manuel Straube, Farina Brock, Kathrin Simon, Gerd Meyer, Susanne von Medvey, Walter von Hauff, Martina Duncker, Günther Wolf
Filmkritik von Melanie Frommholz
Hat man einen Anime-Streifen zu beurteilen, muss man zunächst einmal akzeptieren, dass es hier eine ganze Reihe von genretypischen Stereotypen gibt, die sich in vielen Filmen wiederholen. Für die Fans der Anime-Filme sind sie liebenswerte Besonderheiten und machen ein Stück weit den Kult aus, für „Nicht-Animes“ dürften die Figuren jedoch seltsam eintönig gestaltet sein und auch das Böse in Gestalt einer eher androgynen Frauengestalt, die dann aber doch ein Mann ist, kehrt häufig wieder. So kommt es dann auch, dass „Die Chroniken von Erdsee“ die gleiche Optik haben wie die Anime-Variante von „Heidi“. Wenngleich „Die Chroniken von Erdsee“ natürlich eine ganz andere Geschichte erzählt. Die japanischen Macher haben sich hier an dem Fantasy-Zyklus der amerikanischen Autorin Ursula K. Le Guin orientiert. Eine in ihrem Gleichgewicht gestörte Welt steht im Zentrum der Handlung. Die Ökologie spielt verrückt. Aber auch philosophische Themen wie ewiges Leben oder die große Schuld sind tragende Säulen des Films. Leider gehen die Tragweite der Thematik und die Spannung aufgrund der langsamen und zähen Erzählweise etwas unter. Die Hauptrollen bekommen zudem nicht wirklich Tiefe und wenn man die Bücher von Le Guin nicht gelesen hat, bleibt das ein oder andere Handlungsmotiv etwas im Dunkeln. „Die Chroniken von Erdsee“ bietet jedoch viele gute Ansätze und insgesamt ist dieser Film zumindest für Anime-Fans sicherlich keine verloren Zeit.
Die Geschichte basiert auf dem Fantasy-Zyklus "Erdsee" von der amerikansichen Autorin Ursula K. Le Guin