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Mary Shelleys Frankenstein
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Regie
Kenneth Branagh
Drehbuch
Frank Darabont
Produzent
Francis Ford Coppola
Genre Horror FSK 16 Filmlänge 123 min Land USA Kinostart 05.01.1995 DVD-Start 31.08.1995 Verleih Columbia TriStar |
Story
Ende des 18. Jahrhunderts begegnet der Seefahrer Kapitän Walten im nördlichen Eismeer dem merkwürdigen Victor Frankenstein. Dr. Frankenstein hat Walten eine haarsträubende und unheimliche Geschichte zu erzählen: Es ist ihm ganz offensichtlich gelungen, aus den Körperteilen von mehreren Verstorbenen eine Kreatur zu erschaffen. Als vielversprechender junger Arzt war er, durch den frühen Tod seiner Eltern, davon besessen, Toten wieder neues Leben einzuhauchen. Tatsächlich sollte es ihm gelingen, seine selbsterschaffenen Kreatur zum Leben zu erwecken. Doch dann verlor er mehr und mehr die Kontrolle über sein Geschöpf, diese bedauernswerte Kreatur, die nur nach Liebe suchte, verwandelte sich zusehends in ein unberechenbares und gefährliches Monster. Ihr ganzer Hass richtete sich nun gegen ihren Schöpfer, der irgendwann nicht mehr bereit war, die Verantwortung für das Angerichtete zu übernehmen.
Schauspieler
Kenneth Branagh, Robert De Niro, Helena Bonham Carter, Tom Hulce, Aidan Quinn, Ian Holm, Richard Briers, John Cleese
Filmkritik von Stefanie Rufle
Zugegeben - ein ähnlich großartiger Film wie "Bram Stoker´s Dracula" ist Francis Ford Coppola hier nicht gelungen. Möglicherweise liegt das daran, dass Regisseur Kenneth Branagh es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine möglichst werkgetreue Verfilmung des Schauerromans von Mary Shelley zu erschaffen. Trotzdem ist "Mary Shelleys Frankenstein" ein durchaus sehenswerter Horrorfilm, der vor allem durch eine wirklich gelungene Besetzung Punkte sammelt. Robert De Niro als bedauernswertes, unglückliches Monster liefert eine gekonnte Vorstellung, aber auch Kenneth Branagh als genial-verrückter Dr. Frankenstein und Helena Bonham Carter als dessen Braut sind mehr als sehenswert. Die Verfilmung bleibt wie gesagt immer sehr nah an der literarischen Vorlage, wodurch sie sich positiv von den vielen anderen "Frankenstein"-Filmen abhebt. Hier wird sehr intensiv auf Dr. Frankensteins Kindheitsgeschichte und seine unglückliche Liebe zu seiner Verlobten eingegangen. Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Gefühlen, der Grauzone der Allmachtsbesessenheit, die nah am Wahnsinn angesiedelt ist, wird ausführlich behandelt. Dies ist mehr als nur ein "Monsterfilm" - dem Horror-Klassiker von Shelley wird hier alle Ehre gemacht.
Der Roman von Mary Shelley wurde bereits 1932 mit "Frankenstein" und 1935 mit "Frankensteins Braut" von James Whale verfilmt. Boris Karloff übernahm hier die Rolle des Monsters.
